Die geplante Erneuerung des Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage Buchenbusch wird deutlich vorgezogen. Weil das Spielfeld aktuell nicht genutzt werden kann, fließen bereits jetzt 430.000 Euro in die Instandsetzung, anstatt wie ursprünglich vorgesehen bis zum Jahr 2028 zu warten. Die finanziellen Mittel für das Projekt im Haushaltsjahr 2026 stammen aus internen Umschichtungen innerhalb des kommunalen Budgets für Sporthallen und Sportanlagen.
Verklebtes Granulat sorgt für Einstellung des Spielbetriebs
Der betroffene Platz wurde im Jahr 2001 errichtet und durchlief zuletzt 2016 eine Sanierung. Bereits im vergangenen Jahr zeigten sich massive Mängel, als das verbaute Granulat zu verklumpen begann und an den Sportschuhen der Nutzer haften blieb. Zwar trug man das fehlerhafte Füllmaterial daraufhin ab, doch diese Maßnahme brachte lediglich für ein halbes Jahr eine Besserung der Platzverhältnisse. Durch die hohen Temperaturen im Frühjahr verklebte der Belag erneut derart stark, dass das intensiv genutzte Feld letztlich für den Sportbetrieb gesperrt werden musste.
Kapazitätsengpässe treffen lokalen Verein besonders hart
Die Sperrung des Hauptfelds hat weitreichende Auswirkungen auf den täglichen Trainingsablauf. Insbesondere die TSG 1885 Neu-Isenburg e.V. leidet unter der Situation, da sich die insgesamt 20 Mannschaften des Vereins derzeit einen einzigen Rasenplatz teilen müssen. Verschärft wird der Engpass auf der Anlage dadurch, dass auch das benachbarte kleine Soccerfeld am Buchenbusch seit April 2026 nicht zur Verfügung steht. Dort haben sich offene Nähte im Bodenbelag gebildet, was zu einer erhöhten Unfallgefahr führt. Um dieses kleinere Feld reparieren zu können, wurden Fördermittel aus dem Regionalfonds beantragt.
Sportdezernent kündigt zügige Rückkehr in den Normalbetrieb an
Angesichts der angespannten Lage auf der Sportanlage drängt die Politik auf eine rasche Lösung. Der zuständige Sportdezernent Christian Beck rechtfertigt die vorgezogene Investition in den großen Kunstrasenplatz mit dem akuten Handlungsbedarf: „Wenn auf einer stark genutzten Sportanlage gleich zwei Plätze ausfallen, müssen wir handeln. Wir brauchen schnellstmöglich wieder verlässliche Trainings- und Sportmöglichkeiten. Deshalb wollen wir die Sanierung vorziehen, so dass der Platz spätestens im Frühjahr 2027 wieder genutzt werden kann.“
















