Die Stadt Neu-Isenburg blickt für das abgelaufene Jahr 2025 auf eine positive wirtschaftliche Gesamtentwicklung zurück. Nach Angaben der Verwaltung wuchs die Zahl der ansässigen Unternehmen, während die Gewerbesteuereinnahmen auf einem hohen Niveau blieben. Auf dem Arbeitsmarkt zeigte sich trotz eines leichten Rückgangs bei den Beschäftigtenzahlen eine grundsätzliche Stabilität, die durch einen starken Pendlerüberschuss ergänzt wird.
Deutlicher Zuwachs bei den Gewerbeanmeldungen
Die Statistik der Kommune erfasst für das abgelaufene Jahr insgesamt 6.969 Betriebe, was einem Anstieg von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der größte Teil entfällt dabei mit 4.531 Firmen auf den Dienstleistungssektor, gefolgt von 1.503 Handelsunternehmen und 809 Handwerksbetrieben. Zudem sind 126 Industrieunternehmen im Stadtgebiet gemeldet. Die Attraktivität des Standorts spiegelt sich auch in den 765 Neugründungen wider, was ein Plus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Obwohl gleichzeitig mehr Gewerbe abgemeldet wurden, übersteigt die Zahl der Anmeldungen die der Weggänge. Zu den jüngsten namhaften Zuzügen zählen unter anderem die SAIC Motor Deutschland GmbH, Envisics, die NMB-Minebea-GmbH, Kerry Ingredients, FraSec Aviation Security sowie Henry Schein Medical.
Mehr Einpendler als Auspendler auf dem Arbeitsmarkt
Zur Jahresmitte 2025 verzeichneten die Behörden 34.058 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Stadt. Auch wenn dieser Wert einen kurzfristigen Rückgang um 2,5 Prozent markiert, bedeutet die Entwicklung über das vergangene Jahrzehnt hinweg ein Wachstum von 24 Prozent. Der Dienstleistungsbereich dominiert hierbei mit einem Anteil von 84 Prozent der Arbeitsplätze. Neu-Isenburg zieht zudem zahlreiche Arbeitskräfte aus dem Umland an. Den 13.490 Einwohnern, die zum Arbeiten das Stadtgebiet verlassen, stehen 30.428 tägliche Einpendler gegenüber. Daraus ergibt sich ein Pendlerüberschuss von 16.938 Personen. Parallel dazu vergrößerte sich die Bevölkerung leicht. Zum Stichtag Ende Dezember zählte das Einwohnermeldeamt 41.546 Menschen, was einem Zuwachs von 0,7 Prozent gleichkommt.
Hohe Gewerbesteuereinnahmen und überdurchschnittliche Kaufkraft
Die lokale Wirtschaft generierte im Jahr 2025 Gewerbesteuern in Höhe von rund 88,8 Millionen Euro. Über einen Zeitraum von zehn Jahren betrachtet entspricht dies einem Anstieg um 28,6 Prozent. Nach den außergewöhnlich ertragsstarken Jahren 2021 und 2023 bleibt das Aufkommen damit weiterhin hoch, auch wenn diese Einnahmen generellen Schwankungen unterliegen. Von der Gesamtsumme fließen jedoch aufgrund von Solidarumlagen und dem kommunalen Finanzausgleich lediglich rund 30 Prozent in den eigenen städtischen Haushalt. Die Einwohner von Neu-Isenburg verfügen laut GfK-Index über eine Kaufkraft von 31.172 Euro pro Kopf. Damit liegen sie 5,5 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt, wovon der innerstädtische Einzelhandel und das Isenburg Zentrum profitieren.
















