Auf der Autobahn 3 bei Obertshausen hat die Polizei am frühen Mittwochmorgen einen Sattelzug gestoppt, der eine gravierende Mängelliste aufwies. Bei dem auf der Ausfahrtsspur in Fahrtrichtung Köln liegen gebliebenen Schwerlaster war nicht nur der Treibstoff ausgegangen, auch der Aufbau des Anhängers war fast vollständig demoliert. Zudem stellte eine Polizeistreife erhebliche technische Defekte an der Zugmaschine fest. Die Beamten führten das Gespann von der Autobahn und legten das Fahrzeug an Ort und Stelle still.
Massive Schäden am Anhänger stammen offenbar aus vorherigem Unfall
Gegen 6 Uhr ging bei der Polizeiautobahnstation Südosthessen die Meldung über ein Pannenfahrzeug auf dem Verzögerungsstreifen der Anschlussstelle Obertshausen ein, an dem die Plane auffällig herabhing. Als eine Streife den Laster kurz darauf auf der Ausfahrtsspur überprüfte, wirkte die Rückansicht zunächst unauffällig. Beim Umschreiten des Gespanns entdeckten die Einsatzkräfte jedoch, dass der Aufbau des Aufliegers nahezu völlig zerstört war. Wie die Polizei mitteilt, sind die massiven Beschädigungen offenbar das Resultat eines Verkehrsunfalls, in den der Laster bereits zuvor in Mittelfranken verwickelt war.
Herbeigerufene Bekannte müssen Diesel an einer Tankstelle besorgen
Dass die Fahrt an der Anschlussstelle Obertshausen endete, lag jedoch nicht an dem demolierten Anhänger, sondern an einem leeren Tank. Der Fahrer hatte Bekannte um Hilfe gebeten, die an der Pannenstelle eintrafen, allerdings entgegen der Absprache keinen Treibstoff mitbrachten. Die Helfer mussten deshalb zunächst zu einer nahe gelegenen Tankstelle geschickt werden, um Diesel zu besorgen. Nach dem Befüllen verweigerte der Motor des Lasters den Start, da das Kraftstoffsystem offenbar erst entlüftet werden musste. Erst unmittelbar vor dem Eintreffen der zur Absicherung alarmierten Autobahnmeisterei sprang der Antrieb wieder an.
Kette sichert Schwerlaster nach Mängeln an der Bereifung gegen Weiterfahrt
Die Einsatzkräfte begleiteten den Sattelzug anschließend von der Autobahn herunter und legten das Gespann offiziell still. Um sicherzustellen, dass der Fahrer die Reise nicht unerlaubt fortsetzt, blockierten die Beamten das Fahrzeug mit einer Kette. Eine genauere Überprüfung der Zugmaschine förderte weitere technische Mängel zutage; insbesondere befanden sich die Reifen in einem gesetzlich unzulässigen Zustand. Gegen den Fahrer verhängte die Polizei ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro. Sobald diese Summe sowie die anfallenden Verfahrenskosten beglichen sind, muss das Gespann zur Behebung der Mängel voraussichtlich von einem Abschleppdienst abtransportiert werden.
















