Nach einem Wohnungseinbruch in Obertshausen befinden sich zwei Frauen im Alter von 29 und 37 Jahren seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Einem aufmerksamen Zeugen und dem schnellen Eingreifen der Polizei ist es zu verdanken, dass die beiden mutmaßlichen Einbrecherinnen am Dienstagnachmittag kurz nach der Tat festgenommen werden konnten. Nach einer dritten beteiligten Frau, der die Flucht zu Fuß gelang, fahndet die Kriminalpolizei derzeit noch.
Videoüberwachung alarmiert den Inhaber der Wohnung
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Offenbach und der Polizei waren zwei der drei Frauen am Dienstag in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Bahnhofstraße im Bereich der 40er-Hausnummern eingedrungen. Bei dem Einbruch erbeuteten sie Bargeld in einem mittleren, einstelligen Eurobereich. Dass die Tat sofort bemerkt wurde, lag an der installierten Videoüberwachung des Eigentümers: Dieser erhielt auf seinem Smartphone eine automatische Alarmmeldung über das Eindringen in seine Räumlichkeiten.
Aufmerksamer Zeuge verhindert Flucht im Kleinwagen
Einen wesentlichen Beitrag zur Festnahme leistete ein Zeuge vor Ort. Er stellte eine der Verdächtigen genau in dem Moment, als diese das Wohnhaus verlassen wollte. Die Frau versuchte noch, in einen auf der Straße bereitstehenden schwarzen Kleinwagen zu steigen, was der Zeuge jedoch verhinderte. Er hielt die mutmaßliche Einbrecherin so lange fest, bis die erste Streifenbesatzung am Tatort eintraf und die Frau vorläufig festnahm. Die mutmaßliche Komplizin am Steuer des Fluchtwagens fuhr daraufhin zunächst in unbekannte Richtung davon.
Polizei stoppt den Fluchtwagen nach kurzer Fahndung
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung gelang es Polizeibeamten wenig später, das schwarze Auto mit Kennzeichen aus Mülheim an der Ruhr (MH) im Nahbereich ausfindig zu machen. Die Polizisten stoppten den Wagen und nahmen die Fahrerin ebenfalls fest. Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs stellten die Ermittler eine Zange sicher, bei der es sich nach Einschätzung der Beamten um das genutzte Aufbruchswerkzeug handeln könnte.
Amtsgericht Offenbach schickt mutmaßliche Täterinnen ins Gefängnis
Da die beiden 29 und 37 Jahre alten Frauen keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, verblieben sie zunächst im Polizeigewahrsam. Auf Antrag der Zweigstelle Offenbach der Staatsanwaltschaft Darmstadt wurden die Verdächtigen am Mittwoch einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Offenbach vorgeführt. Dieser erließ gegen beide Frauen Haftbefehl, woraufhin sie in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun weiter zu den Hintergründen der Tat und sucht nach der dritten, bislang unbekannten Frau. Sie war nach dem Einbruch in Richtung der Kreuzung Bahnhofstraße und Heusenstammer Straße geflüchtet. Personen, die Hinweise zu der Flüchtigen geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Offenbacher Kriminalpolizei zu melden.
















