Die geplante Umstellung der Altpapierentsorgung in Obertshausen auf ein flächendeckendes Tonnensystem verschiebt sich. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, kann das beauftragte Entsorgungsunternehmen Remondis die neuen blauen Tonnen aufgrund von Produktionsengpässen nicht wie ursprünglich für den Spätsommer vorgesehen ausliefern. Ein verbindlicher neuer Termin für die Verteilung an die Haushalte steht derzeit noch nicht fest.
Unerwartet hohe Nachfrage nach kleineren Abfallbehältern
Ursache für die Verzögerung ist ein Mangel an 120-Liter-Gefäßen. Die Stadt hatte die Grundstückseigentümer im Mai dieses Jahres über den Systemwechsel informiert, der perspektivisch die bisherigen Depotcontainer im Stadtgebiet sowie die Bündelsammlung ablösen soll. Dabei war eine 240-Liter-Tonne als Standardgröße vorgesehen, während für Großwohnanlagen Container mit einem Fassungsvermögen von 1,1 Kubikmetern eingeplant sind. Haushalte mit geringerem Platzangebot oder weniger anfallendem Papierabfall hatten jedoch die Möglichkeit, sich für eine kleinere Variante mit 120 Litern Volumen zu entscheiden. Nach Ablauf der Meldefrist Ende Juni übermittelte die Kommune die gebündelten Daten umgehend an den Entsorger. Dabei zeigte sich laut Angaben von Remondis, dass die Bürgerschaft deutlich mehr der kleineren Behälter geordert hat als im Vorfeld kalkuliert, was nun zu den aktuellen Lieferschwierigkeiten führt. Die Stadtverwaltung prüft gegenwärtig in Absprache mit dem Unternehmen, ob zumindest die Standardtonnen vorab an die entsprechenden Grundstücke verteilt werden können.
Bisheriges Entsorgungssystem bleibt vorerst vollständig erhalten
Bis zur kompletten Ausstattung aller Haushalte in Obertshausen mit den neuen Gefäßen ändert sich für die Einwohnerinnen und Einwohner nichts an den gewohnten Abläufen. Das Altpapier kann weiterhin zu den stationären Sammelcontainern gebracht oder im Rahmen der regulären Bündelsammlung vor der Haustür bereitgelegt werden. Die Verwaltung weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die im aktuellen Abfallkalender ausgewiesenen Termine für die Bündelsammlung exakt den zukünftigen Abholterminen der blauen Tonnen entsprechen. Sobald ein konkreter Zeitplan für die Auslieferung seitens der beauftragten Firma vorliegt, wird die Kommune die Öffentlichkeit umgehend darüber in Kenntnis setzen. Unabhängig von den Verzögerungen hält die Stadt an der Einführung als festem Bestandteil ihres Entsorgungskonzeptes fest, um das Serviceangebot zu verbessern und die Abfalltrennung nachhaltiger zu gestalten.
Städtischer Bauhof nimmt weiterhin größere Papiermengen an
Für sperrige Kartonagen oder große Mengen an Altpapier steht der städtische Bauhof in der Leipziger Straße 33 als alternative Abgabestelle zur Verfügung. Die städtische Einrichtung ist montags und dienstags jeweils von 7 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 15.45 Uhr geöffnet. Mittwochs können Bürgerinnen und Bürger ihren Abfall dort zwischen 9 und 12 Uhr sowie am Nachmittag von 13 bis 18 Uhr entsorgen. Am Donnerstag gelten die Öffnungszeiten von 7 bis 12 Uhr und 13 bis 15.30 Uhr, freitags schließt der Hof um 11.45 Uhr nach einer regulären Öffnung um 7 Uhr. Zusätzlich ist das Gelände während der Saison für die Gartenmüllabfuhr auch samstags in der Zeit von 9 bis 14 Uhr zugänglich.
















