In Obertshausen hat die gUG W.I.P. in der Von-Stauffenberg-Straße 1a offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Bürgermeister Manuel Friedrich besuchte gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Stefan Becker und Sebastian Leinweber, Fachdienstleiter für Soziale Leistungen, die neuen Räumlichkeiten und überbrachte Glückwünsche zur Eröffnung.
Einrichtung setzt auf individuelle Eingliederungshilfe
Die Geschäftsführerin Jenny-Lee Cruz erläuterte, wofür der Name steht: „Die W.I.P. steht für Wertschätzung, Integration und Partizipation – drei Begriffe, die unsere Haltung und unsere Arbeit auf den Punkt bringen.“ Der Träger bietet Eingliederungshilfe nach SGB IX an, finanziert über den Landeswohlfahrtsverband Hessen. Die Unterstützung erfolgt überwiegend ambulant in der häuslichen Umgebung der Klientinnen und Klienten.
Ziel sei es, Menschen im eigenen Wohnumfeld zu stärken und ihnen mehr Selbstständigkeit sowie Teilhabe zu ermöglichen. Cruz betonte, dass das Büro auch Personen offenstehe, die erst am Anfang des Hilfeprozesses stehen. Bei der Antragstellung wolle W.I.P. erklären, begleiten und Barrieren abbauen.
Vernetzung mit bestehenden Angeboten geplant
Nach Angaben des Trägers sollen die Angebote nicht isoliert stehen, sondern bestehende Einrichtungen ergänzen. Eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren im Sozialbereich wird angestrebt. Elisabeth Schulze hob die Bedeutung des Teams hervor: „Und all das wäre ohne unser großartiges, engagiertes und multiprofessionelles Team nicht möglich. Ihr seid das Herzstück von W.I.P.“
Hilfen in der Häuslichkeit und Angebote für Angehörige
Zum Start sind aufsuchende Hilfen mit qualifizierter Assistenz, kompensatorischer Unterstützung und sozialer Daseinsleistung vorgesehen. Zudem plant die Einrichtung themenspezifische Angebote für Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ab Januar 2026 soll ein regelmäßiges Programm zur Selbstfürsorge entstehen.
Langfristig denkt der Träger über weitere Schritte nach, darunter ein Naturprojekt mit Spaziergängen und Achtsamkeitsübungen sowie die Entwicklung einer Tagesgruppe und perspektivisch besonderer Wohnformen.
Stadt sieht Bereicherung des sozialen Netzes
Bürgermeister Friedrich würdigte das Konzept von W.I.P. und betonte die Bedeutung einer engen Vernetzung. Auch Leinweber verwies auf die Kooperation im Sozialbereich und die Zusammenarbeit mit bestehenden Trägern wie LUIS HILFT und Lebensräumen. Die Stadt sieht in dem neuen Angebot eine Entlastung angesichts bestehender Wartelisten.
Die Vertreterinnen von W.I.P. kündigten an, vielfältige Formen der Zusammenarbeit begrüßen zu wollen: „Wir freuen uns über jede Form der Kooperation, sei es durch Engagement oder Spenden.“ Die Räume sollen zudem als Ort der Begegnung dienen und wechselnde Ausstellungen mit Werken von Menschen mit seelischen Erkrankungen ermöglichen; Erlöse sollen beteiligten Einrichtungen zugutekommen.
Einrichtung soll soziale Strukturen in Obertshausen stärken
Mit dem Start von W.I.P. will die Stadt nach eigenen Angaben die Bereiche Wertschätzung, Integration und Partizipation weiter fördern und die sozialen Unterstützungsangebote vor Ort ausbauen.
















