Die Stadt Obertshausen hat die Terramag GmbH mit der Entwicklung des neuen Gewerbegebiets südlich der A3 beauftragt. Der Vertrag ist unterzeichnet, ein erstes Arbeitstreffen zwischen Stadtverwaltung und dem Unternehmen hat bereits stattgefunden. Die Umsetzung erfolgt im Treuhandverfahren, bei dem Terramag im Namen und auf Rechnung der Stadt tätig wird.
„Die Flächen in dem geplanten Gewerbegebiet gehören zahlreichen Eigentümern“, erklärte Erster Stadtrat Michael Möser. Die Terramag GmbH führt die Verhandlungen mit den Eigentümern, bereitet Entscheidungen vor und übernimmt die Gesamtentwicklung des rund 16 Hektar großen Areals.
Umlegung und Planung notwendig
Zunächst wird ein Baulandumlegungsverfahren durchgeführt, um die über 100 Parzellen neu zu strukturieren. Ziel ist es, zweckmäßig zugeschnittene Grundstücke zu schaffen. Parallel erfolgt die Bauleitplanung mit notwendigen Gutachten. Im Bebauungsplan wird festgelegt, welche Nutzungen zulässig sind. „Alle diese Prozesse müssen genau geplant und umgesetzt werden. Wir gehen hier bis zum Start der Vermarktung von einer Zeitspanne von etwa drei bis fünf Jahren aus“, erläuterte Steffi Meister, Fachdienstleiterin Stadtplanung und Baurecht.
Stadt behält Planungshoheit
Nach der Erschließung treten die Anlagen kostenfrei in den Bestand der Kommune über. Die Stadt legt fest, welche Branchen sich ansiedeln können. „Entsprechende Ansiedlungsvorgaben für Branchen sowie Produktions- oder Dienstleistungsrichtungen stimmen Politik und Verwaltung schließlich gemeinsam ab“, so Bürgermeister Manuel Friedrich.
Finanziert wird das Projekt über ein Treuhandkonto. Auf dieses können Stadt und Terramag nur gemeinsam zugreifen. „Man kann es sich so vorstellen, dass die Terramag GmbH temporär zu einem Teil des städtischen Bauamts wird“, erklärte Friedrich.
Bedeutung für die Wirtschaftsförderung
Die Stadt sieht in dem neuen Gebiet eine wichtige Chance, um den Bedarf nach Gewerbeflächen zu decken. „Immer wieder erreichen uns in der Wirtschaftsförderung Anfragen zu gewerblichen Flächen. Diese sind rar und wir können die Nachfrage nicht bedienen. Mit dem neuen Gewerbegebiet haben wir dann die Chance, ortsansässigen Unternehmen mit Erweiterungswunsch und auch neuen Unternehmen Flächen anzubieten“, so Friedrich.
Die Lage an der A3 sei ein klarer Standortvorteil. Voraussetzung sei jedoch, dass keine Anbindung an den Rembrücker Weg erfolgt, betonte Stadtrat Möser.
















