Mehrere hessische Städte – darunter Obertshausen – haben sich für die Einführung eigener Kfz-Kennzeichen ausgesprochen. Unter der Federführung von Rodgaus Bürgermeister Max Breitenbach wandten sich die Kommunen in einem gemeinsamen Schreiben an den Hessischen Verkehrsminister Kaweh Mansoori. In dem Brief, der Ende Juni 2025 verschickt wurde, bekundeten sie ihr Interesse und baten um eine Anpassung der Fahrzeugzulassungsverordnung. Nur so könnten auch Mittelstädte mit mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern künftig eigene Ortskennungen beantragen.
„OBH“ als Symbol lokaler Identität
Der Magistrat der Stadt Obertshausen hatte sich bereits im Dezember 2024 mit dem Thema befasst und begrüßt die Initiative. Für Obertshausen ist das Wunschkennzeichen „OBH“ vorgesehen. Voraussetzung ist, dass die Einführung ausschließlich bei Neuanmeldungen erfolgt und keine zusätzlichen Kosten für die Städte entstehen. „Dem Magistrat ist es wichtig, dass niemand zu einem Wechsel gezwungen wird“, betont Bürgermeister Manuel Friedrich. „Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt sollen dann die freie Wahl haben, ob sie lieber die neue Ortskennung oder das bewährte OF haben wollen.“
Neuregelung soll Städte stärken
Das Vorhaben geht auf ein Reformkonzept des Heilbronner Tourismusforschers Ralf Bochert zurück, das der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützt. Ziel ist es, die regionale Identität und das Stadtmarketing zu stärken. Nach den Erfahrungen mit den sogenannten Altkennzeichen sei laut dem Schreiben der Kommunen kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand für die Zulassungsstellen zu erwarten.
Neun Städte im Kreis Offenbach betroffen
Im Kreis Offenbach könnten insgesamt neun Städte von der Neuregelung profitieren: Rodgau (ROG), Rödermark (RÖD), Seligenstadt (SGS), Dietzenbach (DIE), Mühlheim (MÜM), Obertshausen (OBH), Dreieich (DR), Langen (LGN) und Neu-Isenburg (NIS). Der Magistrat Obertshausen sieht in einem eigenen Kennzeichen „nicht nur ein technisches Element, sondern ein Symbol der Identität und Zugehörigkeit“. Wann das Land Hessen über die Initiative entscheidet, ist noch offen.
















