Florian Peter ist Europameister. Der 25-jährige Schnellfeuerschütze aus Obertshausen sicherte sich bei der Europameisterschaft im französischen Châteauroux die Goldmedaille im Einzel – es ist sein bislang größter internationaler Erfolg. In einem hochklassigen Finale traf er 35 von 40 Scheiben, stellte damit den Europarekord ein und ließ zwei französische Top-Favoriten hinter sich.
Starke Leistung im Finale
Mit drei fehlerfreien Fünferserien zum Schluss setzte sich Peter gegen die Dauerkonkurrenten Clement Bessaguet und Jean Quiquampoix durch, die sich mit Silber und Bronze zufriedengeben mussten. „Das Finale, es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, das zu schießen, es lief gut, ich bin super reingekommen“, sagte Peter nach dem Wettkampf. „Ich habe schon gedacht, ja, wenn es gut läuft, kannst du Europameister werden, aber es war nichts, mit dem ich fest geplant habe, und umso mehr bin ich glücklicher und sehr zufrieden.“
Schon im Vorkampf hatte Peter mit 589 Ringen überzeugt. In der Teamwertung bedeutete das mit den Kollegen einen neuen Europarekord – allerdings reichte es dort nur zu Silber, da Frankreich mehr Innenzehner erzielte.
Spannende Entscheidung mit Wende
Bis zur sechsten Serie hatte es im Finale nach einem französischen Doppelerfolg ausgesehen. Doch Peter nutzte zwei Fehler seiner Kontrahenten eiskalt aus und drehte das Ergebnis mit einer Serie makelloser Treffer. Besonders Quiquampoix, der sich Bronze sichern musste, unterliefen in den letzten Durchgängen entscheidende Patzer.
Weitere Erfolge für das deutsche Team
Neben Peter sorgte Valentina Umhöfer mit Bronze im Skeet-Wettbewerb der Frauen für ein weiteres starkes Ergebnis. Auch Nicola Müller-Fassbender überzeugte mit Gold in der Laufenden Scheibe über zehn Meter. Im Teamwettbewerb sicherte sich die deutsche Delegation zudem mehrere Medaillen. Insgesamt war es ein erfolgreicher EM-Tag für das deutsche Team mit zwei Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille.
















