Für den geplanten Rathausneubau an der Schubertstraße in Obertshausen ist ein weiterer formaler Schritt erfolgt. Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am 18. Juni der Beauftragung der bauausführenden Leistungen zugestimmt. Damit kann der Auftrag an die Firma WOLFF & MÜLLER erteilt werden. Die Baugenehmigung liegt vor, auch die vertraglichen Voraussetzungen sind nach Angaben der Stadt erfüllt.
Mit dem eigentlichen Baubeginn kann dennoch noch nicht sofort begonnen werden. Es fehlt weiterhin der Förderbescheid des Landes Hessen. Erst wenn dieser vorliegt, darf die Maßnahme starten. Andernfalls würde die Stadt die vorgesehenen Fördermittel für den Bau des Passivhauses als Niedrigstenergiehaus verlieren. Dabei geht es nach Angaben der Stadt um rund 1,5 Millionen Euro.
Die Kosten für das Gesamtprojekt liegen nach früheren Angaben bei 23,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch ein Parkhaus mit rund 90 Stellplätzen sowie die Außenanlage.
Vorbereitungen laufen bereits an
Trotz der noch offenen Förderentscheidung bereitet die Stadt die nächsten Schritte bereits vor. Nach derzeitigem Plan soll bis Ende Juli 2026 zunächst das Stadtmobiliar auf dem Baufeld entfernt und eingelagert werden. Betroffen sind unter anderem Parkbänke, Papierkörbe, Laternen, Fahrradständer sowie die Spielgeräte des angrenzenden Spielplatzes.
Für den Zeitraum vom 1. bis 31. August ist danach der Aufbau des Bauzauns rund um das Gelände vorgesehen. Mit der Errichtung des Zauns gilt die Baustelle offiziell als eingerichtet und darf dann nicht mehr von Außenstehenden betreten werden.
Das Baufeld umfasst nach Angaben der Stadt den Parkplatz des jetzigen Rathauses entlang der Süd- und Westfassade, reicht bis zur Schubertstraße, weiter bis zur Heinrich-von-Stephan-Straße und schließt dort auch den Parkstreifen bis zur Höhe der Telekom-Station mit ein. Auch der benachbarte Kinderspielplatz gehört zum Bereich der Baustelle.
Spatenstich für September geplant
Der symbolische Spatenstich für das neue Rathaus ist für Donnerstag, 10. September, vorgesehen. Er soll gegen 16 Uhr im Bereich des Baufeldes stattfinden. Die Stadt lädt dazu bereits jetzt Bürgerinnen und Bürger ein. Wer sich in diesem Zusammenhang noch einmal ein Bild vom Zustand des bisherigen Rathauses machen möchte, kann an diesem Tag auch das bestehende Gebäude besichtigen. Mitarbeitende sollen für Fragen zur Verfügung stehen, auch Büros können angesehen werden.
Für Anwohner rund um das Rathaus ist zudem eine gesonderte Informationsveranstaltung geplant. Dort soll die Firma WOLFF & MÜLLER Fragen zum Ablauf der Bauarbeiten beantworten. Die Einladungen sollen laut Stadt per Einwurfschreiben verteilt werden.
Bürgermeister Manuel Friedrich sagt: „Uns ist bewusst, dass das Bauprojekt auch zu Einschränkungen führt – für Mitarbeitende, ebenso wie für Anwohnende sowie für Besuchende. Deswegen wollen wir hier transparent sein und rechtzeitig über den Bauablauf informieren“.
Einzug für Ende 2027 vorgesehen
Mit dem Neubau soll die Verwaltung künftig an einem Standort gebündelt werden. Das neue Rathaus soll die bisherigen Standorte an der Schubertstraße und an der Beethovenstraße ersetzen. Der Einzug der Verwaltung ist zum Jahreswechsel 2027/2028 vorgesehen.
Bis dahin bleibt für das Projekt allerdings ein letzter entscheidender Schritt offen: der Förderbescheid aus Wiesbaden.
















