Obertshausen hat einen weiteren Meilenstein beim geplanten Rathausneubau erreicht: Am 9. Juli unterzeichneten Vertreter der Stadtverwaltung und der Stuttgarter Baufirma WOLFF & MÜLLER den Vertrag für das Großprojekt. Auch die juristische und projektbegleitende Beratung war beim Termin im Rathaus Schubertstraße vertreten.
23,7 Millionen Euro Pauschalpreis vereinbart
Mit einem Pauschalpreis von 23,7 Millionen Euro umfasst der Vertrag neben dem eigentlichen Neubau auch den Abriss des bisherigen Rathauses Hausen, ein neues Parkdeck sowie die Gestaltung einer Außenanlage. Ein im Verfahren vorgesehener Aufhebungsvorbehalt in Höhe von 29 Millionen Euro wurde nicht aktiviert, da das beste und endgültige Gebot unterhalb dieser Schwelle blieb.
Ein Projekt mit Seltenheitswert
„Solch ein Projekt wird nicht aller Tage in einer Stadtverwaltung angestoßen“, sagte Erster Stadtrat Michael Möser zur Vertragsunterzeichnung. Bürgermeister Manuel Friedrich sprach von einem „historischen Moment“ und betonte die finanzielle Dimension des Vorhabens: „Zwei bis fünf Millionen Euro werden beispielsweise für den Bau von Kitas angesetzt, acht Millionen Euro waren es beim Familienzentrum an der Vogelsbergstraße – mit 23,7 Millionen Euro reden wir hier schon von einer ganz anderen Summe.“
WOLFF & MÜLLER als Totalunternehmer beauftragt
Die Firma WOLFF & MÜLLER übernimmt das Projekt als Totalunternehmer, das heißt, sowohl Planung als auch Bauausführung liegen in ihrer Verantwortung. Die Entscheidung für das Unternehmen fiel auf Grundlage eines Bieterverfahrens und einer von der Stadtverordnetenversammlung festgelegten Wertungsmatrix. Der offizielle Projektstart beginnt mit dem sogenannten Kick-Off-Termin am 16. Juli.
Ziel: Einzug zum Jahreswechsel 2027/2028
Die Stadtverwaltung, angeführt von Projektleiter Hendrik van Eck, und das Bauunternehmen setzen auf eine enge Zusammenarbeit, um den ambitionierten Zeitplan einhalten zu können. Der Einzug der Verwaltung ist für den Jahreswechsel 2027/2028 vorgesehen. Zusätzlich beteiligt sind die BMP Baumanagement GmbH für das Baucontrolling, die Grebner Bauphysik GmbH als Energie-Effizienzexperten sowie drei interne Projektgruppen der Stadt.
Bürgerbeteiligung geplant
Bürgermeister Friedrich kündigte an: „Schon bald werden wir Näheres über Architektur und Funktionalität des neuen Verwaltungsgebäudes, in dem die Mitarbeitenden aus den beiden bisherigen Rathausstandorten vereint arbeiten werden, berichten können.“ Auch die Öffentlichkeit wird weiter eingebunden: Am 27. November befasst sich eine Bürgerversammlung mit dem Rathausneubau.
Danksagung an politische Gremien und Projektpartner
„Unser Dank gehört allen Mitgliedern unserer politischen Gremien, insbesondere dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung, die diesen bisherigen Weg mit uns gegangen sind“, sagte Friedrich zum Abschluss. Auch die beratenden Partner Menold Bezler (juristische Begleitung) und Drees & Sommer (Projektsteuerung) wurden ausdrücklich gewürdigt.
















