Die Stadt Obertshausen hat im Rahmen eines feierlichen Ehrungsabends im Bürgerhaus an der Tempelhofer Straße insgesamt elf Bürgerinnen und Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Zu den Geehrten, die für ihren jahrzehntelangen Einsatz im lokalen Vereinsleben in den Fokus rückten, zählen Günter Brosch, Siegfried Wilz und Robert Winter. Die Kommune verlieh den drei Männern als Anerkennung für ihre kontinuierliche Arbeit jeweils die Verdienstmedaille in Bronze.
Langjähriger Einsatz für Naturfreunde und Briefmarkensammler
Bürgermeister Manuel Friedrich würdigte in seiner Ansprache die Verdienste von Günter Brosch, dessen ehrenamtliche Laufbahn in einer Kleingartenanlage am Rembrücker Weg begann. Neben der dortigen Vorstandsarbeit engagiert sich Brosch seit dem Jahr 1975 bei den Naturfreunden. „Über vier Jahrzehnte hinweg hast du aktiv am Vereinsleben teilgenommen. Die gemeinsamen Wanderungen führten abwechselnd durch Deutschland und Österreich“, erklärte Friedrich. Zudem ist der Geehrte seit 2002 Vorsitzender der Obertshausener Briefmarkenfreunde und pflegt in dieser Funktion sowie durch regelmäßige Fahrten Kontakte in die österreichische Partnerstadt Laakirchen sowie in das thüringische Meiningen. Zu den Anfängen des Engagements, das kurz nach der beruflichen Übernahme eines Getränkevertriebs im Jahr 1972 startete, betonte der Bürgermeister: „Schon damals zeigte sich etwas, das deinen weiteren Weg prägen sollte: Deine Offenheit gegenüber Menschen und dein Gespür dafür, Gemeinschaft zu schaffen und zu pflegen.“
Von der Feuerwehr zum Vorsitz im Kleingärtnerverein
Eine weitere Auszeichnung in Bronze ging an Siegfried Wilz, dessen ehrenamtlicher Werdegang laut Stadtverordnetenvorsteher Anthony Giordano stark von stetiger Verlässlichkeit geprägt ist. Wilz trat 1974 als Jugendlicher in die örtliche Feuerwehr ein und absolvierte dort 27 Jahre lang den aktiven Dienst, bevor er zu den passiven Mitgliedern wechselte. Giordano hob die Bedeutung dieses ehrenamtlichen Einsatzes für den Bevölkerungsschutz hervor: „Das bedeutet 27 Jahre Bereitschaft, Verlässlichkeit, Kameradschaft und Einsatz für andere Menschen. Feuerwehr heißt, da zu sein, wenn Hilfe gebraucht wird – oft zu Zeiten und in Situationen, in denen andere lieber Abstand halten.“ Neben seiner aktiven Mitgliedschaft bei den sogenannten Jedermännern der Turngesellschaft Obertshausen bringt sich Wilz zudem intensiv im Kleingärtnerverein der Stadt ein. Dort übernahm er 2009 zunächst den Posten des zweiten Vorsitzenden, bevor er vier Jahre später an die Spitze des Vorstands gewählt wurde. In dieser Rolle führt er unter anderem eine rund dreißigjährige Verbindung zu einem Kleingärtnerverein in der Partnerstadt Meiningen fort.
Förderung der Jugend durch den lokalen Reitsport
Den dritten im Bunde, Robert Winter, ehrte der ehrenamtliche Stadtrat Luis Galvez für dessen langjährige Verdienste um den lokalen Reitsport. Winter entdeckte Mitte der 1980er Jahre seine Leidenschaft für Pferde und leitet seit nunmehr 20 Jahren als Vorsitzender den Reit- und Fahrverein, der 1988 auf dem familiären Aussiedlerhof gegründet worden war. Auf dem dortigen Vereinsgelände, das Tieren unterschiedlicher Rassen Platz bietet, widmen sich die Mitglieder insbesondere der Nachwuchsarbeit. Junge Menschen erlernen dort laut Galvez den verantwortungsvollen Umgang mit den Pferden und sammeln erste Erfahrungen im Sattel. „Vermittelt wurden ebenso Werte wie Verantwortung, Disziplin, Kameradschaft und Respekt gegenüber Mensch und Tier“, führte der Stadtrat in seiner Laudatio aus. Neben der fachlichen Ausbildung des Reitnachwuchses hob Galvez die allgemeine Hilfsbereitschaft und Fairness Winters gegenüber anderen städtischen Vereinen hervor und fasste die Gründe für die Ehrung abschließend zusammen: „Solche Menschen sind für das Vereinsleben von unschätzbarem Wert“.
















