In Obertshausen steht der Bevölkerung ab sofort ein zweiter öffentlicher Bücherschrank zur Verfügung. Auf dem Vorplatz des Familienzentrums an der Vogelsbergstraße haben Bürgermeister Manuel Friedrich und Céline Kleckow als Vertreterin der Karl und Ruth Mayer Stiftung das neue Lesemöbel direkt neben der Bushaltestelle offiziell freigegeben. Die Anschaffungskosten in Höhe von 10.000 Euro wurden vollständig von der Stiftung übernommen. Das Angebot ersetzt die bisherigen Bücherregale im Rathaus an der Beethovenstraße sowie in den Innenräumen des Familienzentrums, die ausschließlich während der jeweiligen Öffnungszeiten zugänglich waren, und kann nun rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche genutzt werden.
Stiftung finanziert das Leseangebot vollständig
Die Karl und Ruth Mayer Stiftung hat damit bereits zum zweiten Mal die Einrichtung eines Bücherschranks in Obertshausen zu einhundert Prozent finanziert. Céline Kleckow begründete das Engagement der Organisation bei der Eröffnung: „Mit dieser Förderung durch die Stiftung wollen wir unseren Beitrag leisten, um das Interesse am Lesen zu fördern. Durch den Bücherschrank wird Bildung für jeden möglich“. Auch Bürgermeister Manuel Friedrich würdigte die Zusammenarbeit während des Treffens an der Vogelsbergstraße und erklärte: „Es freut mich, dass wir zu diesem schönen Anlass hier auf dem Vorplatz des Familienzentrums zusammenkommen konnten“. Bei dem aufgestellten Schrank des Typs „bookster pro“ handelt es sich um die Fabrikation eines Kölner Kleinunternehmens, die sich von zwei Seiten öffnen lässt. Die gleiche Bauart hat sich nach Angaben der Verwaltung bereits seit dem Sommer 2025 am Meininger Platz bewährt. Der dortige Standort wird von der Bevölkerung intensiv genutzt und unter der Regie der Stadtbüchereien von drei Patinnen betreut, die den Bestand regelmäßig aussortieren und aufräumen.
Drei Ehrenamtliche übernehmen die tägliche Pflege
Für die Betreuung des neuen Schrankes am Familienzentrum haben sich mit Heike Erdnüß, Rolf Richter und Miriam Karabay ebenfalls drei Ehrenamtliche gefunden. Die neuen Paten sind über die Seniorenhilfe oder die Gruppe der Tausendfüßler regelmäßig vor Ort aktiv und behalten den Zustand der Lektüre künftig im Blick. Sollten im Alltag Schwierigkeiten auftreten, stehen die Stadtbüchereien als übergeordnete Ansprechstelle bereit. Für die Nutzung des neuen Angebots gelten feste Regeln: Die eingestellten Bücher müssen sich in einem guten Zustand befinden und für eine breite Leserschaft eignen. Werke mit rassistischen, gewaltverherrlichenden oder pornografischen Inhalten sind ebenso unzulässig wie Fachliteratur, Tageszeitungen und Werbematerialien. Zudem gilt die Vorgabe, dass mitgebrachte Bücher wieder mitgenommen werden müssen, falls die Fächer des Schrankes bereits vollständig gefüllt sind. Für das nun frei gewordene Bücherregal in den Innenräumen des Familienzentrums haben die Tausendfüßler bereits eine neue Verwendung geplant; dort soll künftig ein Tauschring aufgebaut werden.
















