Acht Ampelanlagen in Offenbach sind im Jahr 2025 mit Blindenleitsystemen modernisiert worden. Ziel ist es, blinden und sehbehinderten Menschen die sichere und selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr zu erleichtern. Bei neu gebauten Ampeln gehört ein Blindenleitsystem nach Darstellung der Stadt inzwischen zur Standardausstattung, ältere Anlagen würden im Zuge von Modernisierungen schrittweise nachgerüstet.
Projekt MOVE_LSA als Förderbaustein
Drei der acht Nachrüstungen wurden im Rahmen des Förderprojekts „MOVE_LSA“ umgesetzt. In diesem Projekt werden seit mehreren Jahren taktile und akustische Signale an bestehenden Anlagen ergänzt. Parallel prüft das Amt für Mobilität nach Angaben aus dem Rathaus weitere Standorte, um das Angebot auszubauen.
Austausch mit Betroffenen und Verein
Bei der Auswahl und Bewertung von Standorten steht das Amt für Mobilität nach Mitteilung der Stadt im Austausch mit Interessenvertretungen blinder und sehbehinderter Menschen, darunter der Blinden- und Sehbehindertenverein pro Retina. In die Planungen fließen demnach auch Rückmeldungen aus der Bevölkerung ein, etwa wenn fehlende oder defekte Blindenleitsysteme gemeldet werden.
Bürgermeisterin und Mobilitätsdezernentin Sabine Groß wird in der Mitteilung so zitiert: „Die Ausstattung von Lichtsignalanlagen mit Blindenleitsystemen ist mir ist es ein wichtiges Anliegen im Rahmen einer barrierefreien Verkehrsinfrastruktur. Mit der Ausstattung von acht Ampelanlagen mit Blindenleitsystemen leisten wir einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Mobilität und Selbstständigkeit blinder und sehbehinderter Menschen.“
Frank Gruhn vom Blinden- und Sehbehindertenverein pro Retina sagt: „Blindenleitsysteme sind eine wesentliche Voraussetzung für uns für eine sichere und selbständige Mobilität. Wichtig ist dabei, dass Hinweise aus der Praxis auch aufgegriffen werden. Durch die Nachrüstung an der Kreuzung Bismarckstraße / Sprendlinger Landstraße / Ecke Tulpenhofstraße kann nun auch der Bus 104 sicher erreicht werden – auf diesen Bedarf hatten wir hingewiesen. Für uns ist das ein positives Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit.“
Wo die Anlagen modernisiert wurden
Die nachgerüsteten Ampeln befinden sich an der Fußgängerschutzanlage in der Senefelderstraße in Höhe der Hausnummer 104 sowie an den Knotenpunkten Odenwaldring/Senefelderstraße, Langstraße/Rumpenheimer Straße, Aschaffenburger Straße/Lessingstraße und Sprendlinger Landstraße/Bismarckstraße/Tulpenhofstraße. Weitere Modernisierungen wurden an den Kreuzungen Arthur-Zitscher-Straße/Herrmann-Steinhäuser-Straße, Starkenburgring/Arndtstraße und Bieberer Straße/Gerberstraße umgesetzt.
Planungen für das Jahr 2026
Für 2026 kündigt die Stadt eine Fortsetzung des Ausbaus an. Laut Mitteilung laufen Planungen für weitere Anlagen aus dem Projekt „MOVE_LSA“ bereits; vorgesehen seien derzeit der Einbau oder die Nachrüstung von 14 Ampelanlagen innerhalb des Projekts sowie zwei weitere Standorte.















