Der für den Herbst übliche Aufschwung am Arbeitsmarkt ist in Stadt und Kreis Offenbach in diesem Jahr ausgeblieben. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober erneut gestiegen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Offenbach waren im Agenturbezirk insgesamt 18.996 Menschen arbeitslos gemeldet – 257 mehr als im September und 1.083 mehr als im Oktober des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht von 6,6 auf 6,7 Prozent.
Zuwächse bei der Grundsicherung
„Nach einer vorübergehenden Abnahme der Arbeitslosigkeit im Vormonat sind die Zahlen im aktuellen Berichtsmonat Oktober wieder angestiegen“, erläutert Carmen Giss, Vorsitzende der Geschäftsführung der Offenbacher Agentur für Arbeit. „Die Rückgänge im Bereich der Arbeitslosenversicherung wurden von den Zuwächsen bei der Grundsicherung kompensiert. Dieses Bild zieht sich mit Ausnahme der Älteren und Langzeitarbeitslosen durch alle Personengruppen.“
Zwar meldeten Unternehmen mehr offene Stellen als im Vormonat und im Oktober 2024, doch insgesamt seien „seit Jahresbeginn deutlich weniger Stellen zugegangen als im Vorjahreszeitraum“. Die Spuren der wirtschaftlichen Schwäche seien am Arbeitsmarkt weiterhin sichtbar, so Giss.
Stadt Offenbach mit stärkstem Anstieg
In der Stadt Offenbach waren im Oktober 7.857 Personen arbeitslos gemeldet, 224 mehr als im September (+2,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 305 Personen (+4,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 9,7 Prozent nach 9,4 Prozent im Vormonat und im Oktober 2024.
Kreis Offenbach bleibt stabiler
Im Kreis Offenbach lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.139. Das sind 33 mehr als im September und 778 mehr als im Vorjahresmonat. Die Quote blieb mit 5,5 Prozent unverändert, lag aber über dem Wert des Vorjahres (5,2 Prozent).
Langzeitarbeitslosigkeit weiter auf hohem Niveau
Im Oktober galten 6.905 Menschen als langzeitarbeitslos, also seit mindestens einem Jahr ohne Beschäftigung – 69 mehr als im Vormonat und 451 mehr als vor einem Jahr. 6.338 von ihnen waren in der Grundsicherung (SGB II) gemeldet, 567 in der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Damit machten Langzeitarbeitslose 36,3 Prozent aller Arbeitslosen im Agenturbezirk aus.
















