Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach ist im April leicht gestiegen. Der positive Trend der beiden Vormonate hat sich nicht fortgesetzt.
Im April waren 19.119 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 129 Personen mehr als im März und 701 mehr als im April des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,8 Prozent, nach 6,7 Prozent im Vormonat und 6,6 Prozent im Vorjahr.
Carmen Giss, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenbach, erklärte dazu: „Der positive Trend der letzten beiden Monate hat sich leider nicht verstetigt: Im April mussten sich wieder mehr Menschen arbeitslos melden. Rückgänge in der Arbeitslosenversicherung konnten die Zuwächse im Bereich der Grundsicherung nicht ausgleichen.“
Weniger offene Stellen und verhaltene Ausbildungsbereitschaft
Laut Agentur für Arbeit haben Arbeitgeber im April sowohl weniger Stellen als im Vormonat als auch weniger als im Vorjahresmonat gemeldet. Der Bestand an offenen Stellen liegt insgesamt auf niedrigem Niveau. Dies zeige, wie sehr die Konjunkturschwäche den regionalen Arbeitsmarkt belaste, so Giss weiter.
Auch am Ausbildungsmarkt macht sich die Zurückhaltung der Betriebe bemerkbar. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen sei verhaltener als im Vorjahreszeitraum. Carmen Giss warb dafür, Ausbildungsstellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur zu melden: „Dabei ist Ausbildung ein wesentliches Element der Fachkräftesicherung und unser Arbeitgeber-Service unterstützt und fördert bei der Besetzung.“
Unterschiedliche Entwicklung in Stadt und Kreis
In der Stadt Offenbach ging die Arbeitslosigkeit leicht zurück. Im April waren dort 7.748 Personen arbeitslos gemeldet, 49 weniger als im März und 10 weniger als im April 2025. Die Quote sank auf 9,5 Prozent (März: 9,6 Prozent, Vorjahr: 9,7 Prozent).
Im Kreis Offenbach stieg die Zahl der Arbeitslosen dagegen deutlich an. Hier waren 11.371 Menschen ohne Arbeit, 178 mehr als im März und 711 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,6 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent).
Anstieg bei Langzeitarbeitslosigkeit
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist ebenfalls gestiegen. Im April galten 6.947 Personen als langzeitarbeitslos – 129 mehr als im März und 259 mehr als im April 2025. Davon waren 6.364 im Bereich der Grundsicherung (SGB II) und 583 in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) gemeldet. Langzeitarbeitslose machen damit 36,3 Prozent aller Arbeitslosen im Agenturbezirk aus.















