Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Offenbach ist im August leicht angestiegen. Laut Angaben der Agentur für Arbeit Offenbach waren 19.330 Personen arbeitslos gemeldet, 246 mehr als im Juli und 1.421 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,8 Prozent stabil auf dem Wert des Vormonats, lag jedoch über dem Niveau des Vorjahres (6,4 Prozent).
Unterschiedliche Entwicklungen in Stadt und Kreis
In der Stadt Offenbach waren im August 7.715 Personen ohne Arbeit, ein Plus von 12 Personen im Vergleich zum Juli. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl um 377 Personen. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 9,5 Prozent (August 2024: 9,1 Prozent). Im Kreis Offenbach waren 11.615 Menschen arbeitslos gemeldet, 234 mehr als im Juli und 1.044 mehr als im August 2024. Die Quote erhöhte sich auf 5,8 Prozent nach 5,6 Prozent im Vormonat.
Ursachen und Einschätzungen der Agentur
„Die Arbeitslosigkeit ist im Vormonatsvergleich vor allem im Bereich der Grundsicherung gestiegen. In der Arbeitslosenversicherung schlägt zu Buche, dass viele Jüngere nach ihrer absolvierten Ausbildung noch nicht in eine weiterführende Beschäftigung eingemündet sind – die ‚zweite Schwelle‘ stellt nach wie vor eine Hürde dar“, erklärte Carmen Giss, Vorsitzende der Geschäftsführung der Offenbacher Agentur für Arbeit.
Zugleich wies sie darauf hin, dass die Beschäftigung insgesamt leicht gewachsen sei: „Jedoch sorgt der ausbleibende wirtschaftliche Rückenwind dafür, dass die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen weiterhin verhalten ist.“
Ausbildung und Qualifizierung im Fokus
Besonderen Handlungsbedarf sieht die Agentur beim Ausbildungsmarkt. „Am Ausbildungsmarkt geht die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weiter auseinander. Dennoch können junge Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart in eine Ausbildung einsteigen. Wer etwas Flexibilität mitbringt, steigert die Erfolgschancen deutlich“, betonte Giss.
Darüber hinaus verwies sie auf Angebote für Frauen: „Für Frauen bietet die ‚Woche der Chancengleichheit‘ Information und Inspiration rund um den Arbeitsmarkt und beruflichen Wiedereinstieg. Auch diese Chance kann genutzt werden.“
Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg im August leicht an. 6.826 Personen waren seit einem Jahr oder länger arbeitslos, 21 mehr als im Juli und 522 mehr als im August 2024. Davon entfielen 6.262 auf den Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) und 564 auf die Arbeitslosenversicherung im Rechtskreis SGB III. Damit machten Langzeitarbeitslose 35,3 Prozent aller registrierten Arbeitslosen aus.















