Im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach ist die Zahl der Arbeitslosen im März im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken. Am Stichtag waren 18.990 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 365 weniger als im Februar. Gegenüber März 2025 liegt die Zahl allerdings um 513 höher. Die Arbeitslosenquote ging im März auf 6,7 Prozent zurück, nach 6,8 Prozent im Februar; im März 2025 lag sie bei 6,6 Prozent.
Die Leiterin der Agentur für Arbeit Offenbach, Carmen Giss, bewertet die Entwicklung zurückhaltend: „Zunächst erfreulich: Im März sind die Arbeitslosenzahlen im Vormonatsvergleich zum zweiten Mal in Folge in beiden Rechtskreisen gesunken. Der Rückgang ist aber saisonal bedingt und eher kraftlos; demgegenüber sind die Zuwächse im Vorjahresvergleich in der Arbeitslosenversicherung deutlich ausgeprägter.“
Stadt Offenbach mit Quote bei 9,6 Prozent
In der Stadt Offenbach waren im März 7.797 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 85 Personen weniger als im Februar. Im Vergleich zum März 2025 ging die Zahl um 16 zurück. Die Arbeitslosenquote sank auf 9,6 Prozent, nach 9,7 Prozent im Februar; auch im März 2025 lag sie bei 9,6 Prozent.
Kreis Offenbach über Vorjahr deutlich höher
Im Kreis Offenbach wurden im März 11.193 Arbeitslose gezählt. Das entspricht einem Rückgang um 280 gegenüber Februar. Im Vergleich zum März 2025 waren 529 Personen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag im Kreis bei 5,6 Prozent, nach 5,7 Prozent im Vormonat; im März 2025 waren es 5,3 Prozent.
Langzeitarbeitslosigkeit nimmt leicht ab
Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die mindestens ein Jahr arbeitslos sind. Im März waren im Agenturbezirk 6.818 Menschen langzeitarbeitslos gemeldet, 110 weniger als im Februar. Gegenüber März 2025 ist das ein Plus von 135. Von den Langzeitarbeitslosen entfielen 6.251 auf den Rechtskreis SGB II und 567 auf den Rechtskreis SGB III. Insgesamt machten langzeitarbeitslose Frauen und Männer 35,9 Prozent aller Arbeitslosen aus.
Agentur wirbt für frühe Meldung von Ausbildungsplätzen
Giss sieht weiterhin fehlende Impulse für den Arbeitsmarkt und verbindet das mit einem Appell an die Betriebe. „Unternehmen meldeten unserem Arbeitgeber-Service weniger offene Stellen zur Besetzung als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Wir dürfen trotz aller Irritationen nicht nachlassen, junge Leute auszubilden“, sagt sie. Ausbildungsbetriebe sollten unbesetzte Ausbildungsstellen frühzeitig melden: „Dazu müssen Unternehmen ihre unbesetzten Ausbildungsstellen bei uns melden – am besten so früh wie möglich. Nur dann können wir beraten und vermitteln.“
















