Der Arbeitsmarkt in Stadt und Kreis Offenbach hat das Jahr 2025 mit steigender Arbeitslosigkeit abgeschlossen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Offenbach waren im Jahresdurchschnitt 18.687 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote erhöhte sich von 6,3 auf 6,6 Prozent. Auch zum Jahresende setzte sich diese Entwicklung fort: Im Dezember waren 18.601 Frauen und Männer ohne Arbeit, 150 mehr als im November und 998 mehr als ein Jahr zuvor. Die Quote stieg damit im Monatsvergleich von 6,5 auf 6,6 Prozent.
Weniger Stellenmeldungen der Unternehmen
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Carmen Giss, sprach von einem „angeschlagenen“ Arbeitsmarkt. Wörtlich erklärte sie: „Im gesamten Jahresverlauf 2025 zeigte sich der Arbeitsmarkt in Stadt und Kreis Offenbach angeschlagen – und es spricht nicht viel dafür, dass es im nächsten Jahr grundsätzlich besser werden wird.“ Als belastende Faktoren nannte sie die weltpolitische Lage, fehlende stabilisierende Signale sowie Verunsicherung durch den technologischen Wandel. Unternehmen hätten sich zurückhaltend gezeigt und deutlich weniger offene Stellen gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Zugleich betonte Giss: „Wir werden Unternehmen und Menschen auch weiterhin in unsicheren Zeiten die bestmögliche Unterstützung bieten, sei es durch Beratung, Vermittlung oder finanzielle Förderung. Den kommenden Herausforderungen werden wir nur mit ausreichend gut qualifizierten Fachkräften begegnen können.“
Entwicklung in der Stadt Offenbach
In der Offenbach am Main lag die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2025 bei 7.735. Das waren 429 mehr als im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Quote stieg von 9,2 auf 9,6 Prozent. Im Dezember waren 7.642 Menschen arbeitslos gemeldet, 21 weniger als im November. Gegenüber Dezember 2024 ergab sich jedoch ein Zuwachs von 147 Personen. Die Arbeitslosenquote blieb im Monatsvergleich stabil bei 9,4 Prozent und lag damit leicht über dem Vorjahreswert von 9,3 Prozent.
Zuwachs auch im Kreis Offenbach
Auch im Kreis Offenbach nahm die Arbeitslosigkeit zu. Der Jahresdurchschnitt lag bei 10.952 arbeitslos gemeldeten Personen, ein Plus von 812 gegenüber 2024. Die durchschnittliche Quote erhöhte sich von 5,1 auf 5,4 Prozent. Im Dezember waren 10.959 Menschen arbeitslos, 171 mehr als im November und 851 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Quote verharrte bei 5,4 Prozent, nachdem sie im Dezember 2024 noch 5,1 Prozent betragen hatte.
Zahl der Langzeitarbeitslosen wächst
Besonders deutlich zeigte sich der Anstieg bei der Langzeitarbeitslosigkeit. Im Dezember galten 6.821 Menschen im Agenturbezirk als ein Jahr oder länger arbeitslos. Das waren drei weniger als im November, aber 420 mehr als im Dezember 2024. Der überwiegende Teil, 6.277 Personen, war im Bereich der Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II gemeldet, weitere 544 in der Arbeitslosenversicherung nach SGB III. Langzeitarbeitslose machten damit 36,7 Prozent aller Arbeitslosen im Agenturbezirk aus.















