Im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach waren im Januar 19.587 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 986 mehr als im Dezember und 979 mehr als im Januar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,9 Prozent, nach 6,6 Prozent im Vormonat und ebenfalls 6,6 Prozent im Januar 2025.
Carmen Giss, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenbach, ordnet die Entwicklung so ein: „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn ist saisonal üblich und nicht wirklich überraschend – leider basierend auf einem ohnehin schon hohen Ausgangsniveau.“ Zudem sagt sie: „Zuwächse, die aus dem Quartals- und Jahresende resultieren, betreffen alle Personengruppen und beide Rechtskreise, weitaus stärker jedoch Menschen in der Arbeitslosenversicherung.“
Stadt Offenbach mit Quote bei 9,7 Prozent
In der Stadt Offenbach waren im Januar 7.891 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber Dezember entspricht das einem Plus von 249 Personen beziehungsweise 3,3 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2025 lag die Zahl um eine Person höher. Die Arbeitslosenquote stieg damit auf 9,7 Prozent; im Dezember lag sie bei 9,4 Prozent, im Januar 2025 bei 9,8 Prozent.
Kreis Offenbach: 11.696 Arbeitslose gemeldet
Im Kreis Offenbach registrierte die Agentur im Januar 11.696 Arbeitslose. Das waren 737 mehr als im Dezember und 978 mehr als im Januar 2025. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,8 Prozent, nach 5,4 Prozent im Vormonat und ebenfalls 5,4 Prozent im Januar 2025.
Zahl der Langzeitarbeitslosen nimmt zu
Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind. Im Januar wurden im Agenturbezirk 6.985 Langzeitarbeitslose gezählt. Das waren 164 mehr als im Dezember und 264 mehr als im Januar 2025. Von ihnen waren 6.365 im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) gemeldet und 620 im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung). Insgesamt machten Langzeitarbeitslose 35,7 Prozent aller Arbeitslosen aus.
Hinweis der Agentur zur Berufsberatung
Mit Blick auf Schülerinnen und Schüler, die 2026 die Schule verlassen, sagt Giss: „Für Jugendliche, die 2026 die Schule verlassen werden, ist es höchste Zeit, sich mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen und die Berufsberatung zu kontaktieren.“ Außerdem verweist sie auf den Arbeitgeber-Service der Agentur: Ausbildungsbetriebe sollten offene Ausbildungsplätze „frühzeitig melden, damit wir bei der Besetzung beraten, fördern und vermitteln können.“
















