Die Geschwister-Scholl-Schule hat einen zentralen Gebäudeteil zurückgewonnen: Seit Ende der Herbstferien lernen zehn Klassen wieder im vollständig sanierten Atrium. Damit ist zugleich die provisorische Unterbringung in Containern beendet. „Mit dem sanierten Atrium gewinnt die Geschwister-Scholl-Schule einen zentralen Lern- und Aufenthaltsraum zurück“, sagte Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß zur Wiedereröffnung. Besonders freue ihn, dass „kein Kind mehr in einem provisorischen Klassenzimmer“ unterrichtet werden müsse.
Sanierung erfolgte bei laufendem Schulbetrieb
Die Arbeiten am Atrium begannen im Dezember 2021 und wurden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt. Nach rund eineinhalb Jahren ist der Innenausbau nahezu abgeschlossen. Die Fassadenarbeiten sollen laut Stadt bis Jahresende beendet sein. Ein weiterer Raum befindet sich noch im Ausbau: Dort entsteht eine neue Mediathek.
Verbesserte Lernbedingungen im gesamten Gebäude
Im Zentrum der Sanierung stand eine deutliche Verbesserung der Aufenthalts- und Lernqualität. Unter der hohen Decke des Atriums sorgen neue Schallschluckelemente für bessere Akustik, insbesondere bei größeren Veranstaltungen. In allen Klassenräumen wurden Holzwolle-Akustikplatten installiert, die die Sprachverständlichkeit erhöhen. Ergänzt wird dies durch eine moderne dezentrale Lüftungsanlage, die dauerhaft Frischluft bereitstellt.
Auch gestalterisch orientierte sich die Stadt am benachbarten Neubau: Modernisierte Fenster, Akustikdecken und ein Farbkonzept in Ockergelb prägen nun die Innenräume. Neu gestaltet wurden außerdem die Flure, die im Obergeschoss mit Sitzmöbeln und Tischen als zusätzliche Aufenthalts- und Arbeitsbereiche dienen.
Atrium und Neubau wachsen zusammen
Mit der Öffnung der Verbindungstüren ist der Atriumbau nun direkt an den Neubau angebunden. Beide Gebäude bilden künftig ein zusammenhängendes Ensemble. Erst im nächsten Schritt folgen die Sanierungen des Fachklassentrakts, darunter Räume für Naturwissenschaften, Kunst, Musik und Werken.
Stadt verweist auf langfristige Bildungsinvestitionen
Die Arbeiten an der Geschwister-Scholl-Schule sind Teil eines umfassenden Investitionsprogramms. Seit 2007 flossen nach Angaben der Stadt über 409 Millionen Euro in Neubauten und Sanierungen von Schulen und Kitas, unterstützt durch Fördermittel von Bund und Land. Mehr als 60 Prozent der rund 18.800 Schülerinnen und Schüler lernen heute in komplett neuen oder vollständig sanierten Gebäuden.
Aktuell befinden sich weitere Projekte im Wert von rund 265 Millionen Euro in Planung oder im Bau. Auch im Kitabereich zeigt sich ein ähnliches Bild: Rund 80 Prozent der etwa 2.300 Kinder unter sechs Jahren besuchen neue oder umfassend sanierte Einrichtungen.















