Im Waldschwimmbad Rosenhöhe in Offenbach haben die Bauarbeiten für ein neues Infrastrukturgebäude offiziell begonnen. Der künftig barrierefreie Neubau soll im Herbst 2027 fertiggestellt werden und wird neben modernen Duschen und Umkleidekabinen auch Technik- und Personalräume beherbergen. Das Land Hessen bezuschusst das Bauprojekt im Rahmen seines Förderprogramms SWIM mit insgesamt einer Million Euro.
Veraltete Anlagen aus den fünfziger Jahren vollständig abgetragen
Das neue Gebäude ersetzt die vorherigen Sanitär- und Umkleideanlagen aus den frühen 1950er Jahren, die in den vergangenen Monaten komplett abgerissen wurden. Diese Einrichtungen entsprachen laut Verwaltung nicht mehr den heutigen energetischen, hygienischen und technischen Anforderungen und boten zu geringe Kapazitäten für die Besucher. Anlässlich der Grundsteinlegung überreichte der Architekt Matthias Marhöfer von BZM Architekten eine individuell angefertigte Fliese mit eingravierter Jahreszahl an Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke sowie an Andreas Herzog, den Geschäftsführer der Eigentümergesellschaft Sport und Freizeit GmbH Offenbach (SFO). Diese Fliese soll nach Bauabschluss im Eingangsbereich des neuen Gebäudes integriert werden. Die SFO zeichnet seit der Übernahme des Bades im September 2024 für das Bauvorhaben verantwortlich, während der Badebetrieb von der best OF swim GmbH geleitet wird.
Neue Räumlichkeiten für Vereinssport und Schulschwimmen geplant
Der geplante Neubau soll unter anderem dem Ersten Offenbacher Schwimmclub (EOSC) sowie dem Wassersportverein Offenbach (WVO) neue Vereinsräume bieten. Architekt Marhöfer verwies auf die Konzeption des Gebäudes, das durch energieeffiziente Architektur sowie eine barrierefreie und selbstverständliche Wegeführung in die parkartige Umgebung eingebettet werden soll. Oberbürgermeister Schwenke erläuterte die Bedeutung der Investition: „Das Waldschwimmbad hat für Offenbach eine große Bedeutung. Hier lernen Kinder schwimmen, Vereine trainieren und viele Menschen verbringen hier ihre Freizeit. Mit dem neuen Infrastrukturgebäude sichern wir die Zukunft dieses wichtigen Angebots und schaffen zeitgemäße Rahmenbedingungen für Sport und Schulschwimmen. Es ist nicht nur eine Investition in ein Gebäude, sondern in die Lebensqualität und Zukunft unserer Stadt“. Matthias Wörner, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, ergänzte im Hinblick auf das Personal: „Mit dem Neubau verbessern wir sowohl den Komfort für unsere Gäste als auch die Arbeitsbedingungen für unsere Beschäftigten. Wir schaffen damit wichtige Voraussetzungen, um auch künftig qualifiziertes Personal für das Waldschwimmbad Rosenhöhe zu gewinnen und langfristig zu binden“.
Provisorische Container sichern den Badebetrieb während der Bauzeit
Damit das Schwimmbad von Schulen, Vereinen und der Öffentlichkeit weiterhin genutzt werden kann, sind die Dusch- und Umkleidebereiche seit Anfang 2026 in ein Interimsgebäude verlegt worden. Der aktuelle Neubau ist Teil des umfassenden städtischen Großprojekts zur Runderneuerung der Anlage auf der Rosenhöhe. Zuvor wurde in einem bereits abgeschlossenen Projektabschnitt eine Traglufthalle für das 50-Meter-Becken erworben. Für die kommenden Jahre plant die Stadt zudem, die Badewassertechnik zu erneuern und das 25-Meter-Becken in ein Lehrschwimmbecken umzubauen, welches ebenfalls mit einer Traglufthalle ausgestattet werden soll. Zur finanziellen Einordnung der Baumaßnahmen erklärte Schwenke abschließend: „Das meiste Geld der Bürgerinnen und Bürger in Offenbach geben wir für Schulen und Kitas, also für Bildung aus. Im Rahmen des Sportstättenentwicklungsplanes fließt aber auch Geld in den Sport. Innerhalb des Sportes wiederum gilt: das meiste Geld für den Sport investieren wir in das letzte verbliebene Schwimmbad Offenbachs, in unser Schwimmbad auf der Rosenhöhe“.















