Ein Einsatz zur Durchsetzung einer tierschutzrechtlichen Anordnung hat am Montag in der Spießstraße im Offenbacher Stadtteil Buchhügel einen umfangreichen Polizeieinsatz ausgelöst. Mitarbeiter der Stadt Offenbach wollten am Vormittag eine Verbotsverfügung vollstrecken, die die Beschlagnahme eines Hundes vorsah. Zur Unterstützung wurde die Polizei hinzugezogen, nachdem sich die betroffene Bewohnerin der Maßnahme widersetzte.
Drohungen und Hinweise auf Schusswaffe
Nach Angaben der Polizei zog sich die Frau nach der Ansprache in ihre Wohnung zurück. In der Folge zeigte sie sich unkooperativ und befand sich in einem emotional stark aufgewühlten Zustand. Laut Polizei soll sie Einsatzkräfte bedroht und mit Gegenständen beworfen haben. Zudem habe sie erklärt, im Besitz einer Schusswaffe zu sein, und gedroht, diese einzusetzen. Daraufhin wurden Spezialkräfte hinzugezogen.
Christopher Leidner, Pressesprecher der Polizei Südosthessen sagte: „Wir gehen natürlich bei solchen Sachen immer auf Nummer sicher“.
Zugriff durch Spezialkräfte am Nachmittag
Am Nachmittag erfolgte im Rahmen einer angeordneten Wohnungsdurchsuchung ein geplanter Zugriff. Die Frau wurde dabei in ihrer Wohnung unverletzt festgenommen. Sie wurde anschließend bis auf Weiteres in eine Fachklinik gebracht. Die Durchsuchung der Wohnung dauerte nach Angaben der Polizei weiter an.
Im Zuge der Maßnahmen wurde auch der Hund in der Wohnung aufgefunden und durch die Einsatzkräfte beschlagnahmt. Ob die Frau tatsächlich im Besitz einer Schusswaffe war, ist nach Angaben der Polizei noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Gegen die Frau wird unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt.
















