In der Nacht zu Freitag ist es in der Wiesenstraße in Offenbach zu einem folgenschweren Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Sechs Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar, der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 250.000 Euro.
Alarmierung kurz nach Mitternacht
Um 00:03 Uhr gingen bei der Zentralen Leitstelle mehrere Notrufe ein. Anrufer meldeten Flammen aus einer Wohnung im zweiten Obergeschoss sowie eingeschlossene Personen. Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr schlugen die Flammen bereits aus dem Fenster, dichter Rauch drang in das Treppenhaus und die angrenzenden Wohnungen. Mehrere Personen machten sich an Fenstern bemerkbar.
Die Einsatzkräfte reagierten umgehend. Trupps unter Atemschutz begaben sich zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ins Gebäude. Zeitgleich wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht. Zusätzlich rückten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren und des Rettungsdienstes an. Aufgrund der gemeldeten Personenzahl wurde das Alarmstichwort „Massenanfall von Verletzten <10“ ausgelöst.
Sechs Menschen aus dem Gebäude gerettet
Insgesamt rettete die Feuerwehr sechs Personen – vier über das Treppenhaus, zwei über Drehleitern. Die drei Frauen und drei Männer im Alter zwischen 27 und 57 Jahren wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zwei von ihnen erlitten schwerere Verletzungen. Weitere Bewohnerinnen und Bewohner wurden in einem von der OVB bereitgestellten Bus betreut.
Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden die Wohnungen umfangreich belüftet. Aufgrund baulicher Schäden durch Hitze und Löschwasser ist das Gebäude bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Die übrigen Hausbewohner konnten nach ersten Erkenntnissen bei Verwandten und Bekannten unterkommen.
Ursache noch unklar
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Bislang ist unklar, wie das Feuer ausbrach. Fest steht: Nur durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Rettungskräfte konnte eine größere Katastrophe verhindert werden. Der Einsatz endete gegen 2:30 Uhr.














