An mehreren Offenbacher Schulen ist 2024 und 2025 ein Cannabispräventionsprojekt umgesetzt worden. Initiator und Träger war das Suchthilfezentrum Wildhof, das Vorhaben erfolgte in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Finanziell ermöglicht wird die Arbeit demnach durch den Verein Sicheres Offenbach, der bislang 59.250 Euro bereitgestellt hat.
Gesundheitsamtsleiterin Dr. Christiane Faust betont: „Eine frühe und gezielte Prävention ist besonders wichtig und wirkungsvoll. Mein besonderer Dank gilt dem Verein Sicheres Offenbach, dessen Förderungen die Basis für diese wichtige Arbeit legen, sowie dem Suchthilfezentrum Wildhof für die engagierte Umsetzung dieser wertvollen Initiative“.
Mehr Termine wegen hoher Nachfrage
Zum Start 2024 wurden 30 Workshops an Offenbacher Schulen angeboten. Damit seien insgesamt über 550 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 20 Jahren erreicht worden. Inhaltlich ging unter anderem um für Jugendliche relevante Aspekte des Cannabiskonsumgesetzes, um eine kritische Auseinandersetzung mit Konsum sowie um Aufklärung über mögliche Risiken, vermittelt „interaktiv und spielerisch sowie altersgerecht“.
Die Nachfrage der Schulen führte 2025 zu einer Ausweitung: Weitere 46 Workshops wurden angeboten, mehr als 1000 Jugendliche seien erreicht worden.
Angebot in Methodenkoffer überführt
Als Erfolgsfaktor nennt die Stadt die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen und den Aufbau „strategischer Partnerschaften“. Dadurch sei der Zugang zu Schulen verbessert worden. Zudem habe das Gesundheitsamt die Cannabisprävention in den sogenannten „Methodenkoffer“ des Jugendamts überführt. Der Methodenkoffer wurde vor über 20 Jahren im Auftrag des Fördervereins Sicheres Offenbach erstellt und soll Schulen Orientierung geben. Schulen könnten daraus passende Kurse auswählen und eine Finanzierung beim Jugendamt beantragen.
Runder Tisch soll Arbeit bündeln
Zur Koordination und Ausrichtung der Suchtprävention wurde außerdem ein „Runder Tisch Suchtprävention“ eingerichtet. Angeregt worden sei er vom Wildhof, koordiniert und moderiert werde er vom Gesundheitsamt. 2025 habe das Gremium zweimal getagt; beteiligt seien unter anderem Jugendamt, Ordnungsamt, Staatliches Schulamt, Gesundheitsamt, Wildhof sowie Vertreter der Polizei.
Kim Schön, Vorstandsmitglied des Suchthilfezentrums Wildhof, erklärt: „Wir sind hocherfreut über den Erfolg und die immense Resonanz, die unsere Präventionsarbeit an den Offenbacher Schulen gefunden hat“. Das zeige aus ihrer Sicht den Bedarf an „Aufklärung und Unterstützung“ im Umgang mit Cannabis; entscheidend sei die Zusammenarbeit, „insbesondere, dem Gesundheitsamt und dem Jugendamt“.
Fortsetzung für 2026 angekündigt
Die Stadt kündigt an, die Maßnahmen 2026 fortzuführen. Der „Runde Tisch Suchtprävention“ soll weiterarbeiten, ein erster Termin sei bereits im Januar 2026 geplant. Für die Schulen sind erneut mehr als 40 Workshops vorgesehen; laut Stadt liegen dafür bereits zahlreiche Anfragen vor. Künftig soll demnach neben Angeboten an Schulen auch ein besonderer Fokus auf „besonders gefährdeten oder bereits konsumierenden jungen Menschen“ liegen.















