Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) testet derzeit den Einsatz moderner Drohnentechnologie zur Überwachung ihres Hochspannungsnetzes. In einem Pilotprojekt kommt erstmals eine KI-gesteuerte Drohne zum Einsatz, die Sensoren direkt an stromführenden Leitungen montieren kann – ohne dass dafür das Netz abgeschaltet werden muss.
Arbeiten unter Hochspannung ohne Abschaltung
„Der Einsatz der Drohne reduziert unseren Aufwand enorm“, erklärt Projektleiter Daniel Schröder. Mussten vergleichbare Arbeiten an den Masten bislang unter Abschaltung der Stromtrasse erfolgen, gelingt dies nun im laufenden Betrieb. Insgesamt sollen 15 Sensoren an ausgewählten Netzabschnitten montiert werden. Die Sensoren messen in Echtzeit Daten wie Stromstärke, Spannung, Leitertemperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung.
Wichtiger Schritt in Richtung intelligentes Netz
Die erhobenen Daten sollen die Grundlage für ein intelligentes Netz bilden, das permanent überwacht werden kann. „Damit schaffen wir die Basis für ein intelligentes Netz, das sich in Echtzeit überwachen lässt und so wertvolle Erkenntnisse über die Belastung unserer Leitungen liefert“, so Schröder. Ziel sei es, Leistungsreserven genauer zu bestimmen – ein wichtiger Aspekt angesichts des wachsenden Energiebedarfs in Stadt und Kreis Offenbach.
Sensoren arbeiten autark und wartungsfrei
Laut Herstellerangaben sind die Sensoren vollständig autark, wartungsfrei und können drahtlos aktualisiert werden. Die Testphase des Projekts ist auf rund ein Jahr angelegt. Im Erfolgsfall soll die Drohnentechnologie dauerhaft eingesetzt werden. „Das Freileitungsmonitoring kann ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu unserem 110-kV-Zukunftsnetz sein – indem es Transparenz schafft, unsere Effizienz verbessert und zu einer höheren Versorgungssicherheit in unserer Region beiträgt“, so Schröder.
















