Der Waldzoo in Offenbach soll erweitert werden. Die Stadtverordnetenversammlung hat das Vorhaben am 12. Februar 2026 einstimmig beschlossen. Kernpunkt der Entscheidung ist eine zusätzliche Fläche, die dem Betreiber kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll.
Neben der Flächenerweiterung sieht die beschlossene Vorlage einen städtischen Baukostenzuschuss von bis zu 500.000 Euro vor. Die Mittel sind dem Haushaltsjahr 2026 zugeordnet und sollen nach Genehmigung des Haushalts 2026 ausgezahlt werden.
Auszahlung an Bedingungen geknüpft
Die Stadt knüpft den Investitionszuschuss an Vorgaben. Vorgesehen ist, die Verwendung im Zuge der Mittelfreigaben zu prüfen und dafür Verwendungsnachweise einzuholen. Außerdem soll ein Rückforderungsvorbehalt vertraglich festgeschrieben werden.
Zusätzlich wird die laufende Unterstützung angehoben. Der jährliche Zuschuss soll 2026 bei 12.000 Euro liegen, 2027 bei 13.000 Euro und ab 2028 bei 14.000 Euro. Die Regelung ist bis Ende 2035 befristet. Voraussetzung ist jeweils, dass der Betrieb mindestens im bisherigen Umfang und in der aktuellen Qualität fortgeführt wird.
Stadt übernimmt Baumkontrollen und erste Pflege
Mit der Erweiterung sind auch Kosten für die Verkehrssicherung verbunden. Diese soll vom ESO übernommen werden. Die Stadt will dafür jährlich rund 550 Euro für Baumkontrollen tragen; hinzu kommen Baumpflegekosten. Für die erste Baumpflege im Zusammenhang mit der Erweiterung sind rund 13.000 Euro vorgesehen.
In der Begründung der beschlossenen Vorlage wird auf eine Machbarkeitsstudie verwiesen, die nach Abstimmung mit der Betreiberin erstellt wurde. Außerdem heißt es, dass wegen der Lage im Wald Umweltbelange frühzeitig mitgeprüft und abgestimmt worden seien.
Verein soll später den Betrieb übernehmen
Die Erweiterung und Umgestaltung werden mit geschätzten Kosten von rund 500.000 Euro beziffert. Weitere Mittel, falls sie nötig werden, sind demnach nicht Teil der Vereinbarung und müssten über Sponsoren und Spenden des im August 2025 gegründeten Offenbacher Waldzoo e.V. bereitgestellt oder politisch neu verhandelt werden. Erforderliche Bauanträge sollen über den Verein gestellt werden. Sobald die Gemeinnützigkeit anerkannt ist, soll der Betrieb offiziell vom Verein übernommen werden.
Waldzoo bedankt sich nach Entscheidung
Nach dem Beschluss veröffentlichte der Waldzoo eine Dankesbotschaft bei Facebook und Instagram. Darin heißt es unter anderem: „Umso mehr freuen wir uns, dass die Stadtverordnetenversammlung am 12.02. den Antrag positiv beschlossen hat.“ In dem Text bedankt sich der Waldzoo zudem ausdrücklich bei Dominic Leiendecker und Oberbürgermeister Felix Schwenke für die langjährige Unterstützung und Begleitung und betont, der Dank sei „nicht im Zusammenhang mit Wahlen oder politischer Bühne, sondern als Menschen“ gemeint.
















