Kaum drei Monate nach der offiziellen Eröffnung haben Unbekannte die neugestaltete Parkanlage am Friedrichsweiher in Offenbach erneut zum Ziel massiver Zerstörungswut gemacht. Nachdem bereits im Vorfeld der Freigabe erhebliche Schäden auf dem Gelände verzeichnet wurden, haben Randalierer nun unter anderem neu installierte Stadtmöbel derart demoliert, dass eine sichere Nutzung nicht mehr gewährleistet war. Die Stadt Offenbach will die wiederholten Sachbeschädigungen auf dem 1,9 Millionen Euro teuren Areal nicht länger hinnehmen und sucht nun intensiv nach Zeugen der Vorfälle.
Beliebte Liegebänke auf dem Spielplatz stark beschädigt
Im Fokus der Unbekannten standen zuletzt die neuen drehbaren Liegebänke, die seit der Eröffnung der Grünanlage Mitte April eine große Anziehungskraft auf die Besucher ausübten. Randalierer zerstörten nach Angaben der Verwaltung den empfindlichen Drehmechanismus der Konstruktionen und verschmutzten die Oberflächen teilweise so schwer, dass diese irreparabel beschädigt sind. Aus Gründen der Sicherheit mussten die Sitzelemente vorübergehend aus dem Park entfernt werden. Der Wiedereinbau der inzwischen instandgesetzten Liegebänke ist noch für die laufende Woche geplant. Zudem können Besucher aktuell den Fallschutzbelag im Bereich des Karussells auf dem Spielplatz nicht nutzen. Das Karussell muss aus Sicherheitsgründen bis zur endgültigen Beseitigung der Schäden gesperrt bleiben, da die Behörden derzeit noch prüfen, ob hier ebenfalls Vandalismus vorliegt oder ein fehlerhafter Einbau für die Mängel verantwortlich ist.
Sicherheitsdienst und verstärkte Polizeikontrollen bleiben ohne Erfolg
Die erneuten Vorfälle überschatten eine erst kürzlich abgeschlossene Aufwertung des Stadtteils. Die umfassende Sanierung der gesamten Park- und Grünanlage sowie die Neugestaltung des Spielplatzes hatten rund 1,9 Millionen Euro gekostet. Da es bereits vor der offiziellen Einweihung am 16. April zu massiven Zerstörungen an Spielgeräten gekommen war, ließ die Stadt den Bereich von einer privaten Sicherheitsfirma überwachen und wies die Stadtpolizei an, die Kontrollen an dem Gewässer spürbar zu erhöhen. Andreas Bruszynski, der seit Anfang Juli das Amt des Offenbacher Bürgermeisters ausübt und als Dezernent für den Bereich Ordnung und Sicherheit zuständig ist, bilanziert die bisherigen Maßnahmen mit klaren Worten: „Genutzt hat das alles nichts“. Zur aktuellen Situation und den finanziellen Folgen erklärt der Bürgermeister: „Der Friedrichsweiher ist für alle da und wird auch sehr gut angenommen. Hier können Kinder toben, es gibt Tischtennisplatten und einen Bolzplatz und auch wer Ruhe sucht, findet hier eine schöne Stelle. Rund 1,9 Millionen Euro haben die Sanierung der Park- und Grünanlage Friedrichsweiher und die Neugestaltung des Spielplatzes gekostet. Dass jetzt erneut weitere Kosten wegen mutwilliger Zerstörung hinzukommen, möchten wir nicht akzeptieren und suchen daher Bürgerinnen und Bürger, die eventuell etwas gesehen haben.“
Stadtpolizei bittet Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe
Da die mutwillige Zerstörung von öffentlichem Eigentum weit über ein einfaches Ärgernis hinausgeht, weist die Stadtverwaltung mit Nachdruck auf die rechtlichen Konsequenzen hin. Vandalismus wird im deutschen Strafrecht als Sachbeschädigung verfolgt und kann mit empfindlichen Geldstrafen oder sogar mit Freiheitsstrafen geahndet werden, wobei bereits der bloße Versuch einer Beschädigung strafbar ist. Um der Täter habhaft zu werden, bittet die Offenbacher Stadtpolizei Personen, die verdächtige Beobachtungen am Friedrichsweiher gemacht haben, sich telefonisch unter der Rufnummer 069 8065-2860 oder per E-Mail an buergerservice-stadtpolizei@offenbach.de zu melden. Unabhängig davon besteht für die Bevölkerung die Möglichkeit, festgestellte Beschädigungen im Stadtgebiet direkt über den digitalen Offenbacher Mängelmelder im Internet an die zuständigen Stellen zu übermitteln.















