Die Arbeiten zur infrastrukturellen Anbindung des künftigen Innovationscampus in Offenbach schreiten voran. Sowohl auf dem Baufeld selbst als auch an den angrenzenden Verkehrswegen im Osten der Stadt werden die baulichen Veränderungen zunehmend sichtbar. An der Mühlheimer Straße müssen sich Verkehrsteilnehmer in den kommenden Monaten auf Einschränkungen einstellen.
Provisorische Umleitung für Radfahrer an der Mühlheimer Straße
Entlang der Mühlheimer Straße haben Baufirmen in den vergangenen Wochen einen neuen Fußweg fertiggestellt. Dieser wird seit der Vorwoche übergangsweise auch von Radfahrern genutzt. Die Verlegung des Radverkehrs ist notwendig, da Ende September die Vorbereitungen für eine zusätzliche Rechtsabbiegespur auf das künftige Gewerbeareal beginnen und der bisherige Radweg dafür gesperrt werden muss. Parallel zur neuen Abbiegespur entsteht ein dauerhafter Radweg, der künftig baulich getrennt neben dem Fußgängerbereich verlaufen wird. Zusätzlich errichtet die Stadt eine neue Bushaltestelle für Fahrten in Richtung Innenstadt. Bis zum geplanten Abschluss dieser Maßnahmen am Ende des Jahres ist in diesem Bereich mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Für die zweite Jahreshälfte 2027 ist zudem der weitreichende Umbau der Kreuzung Mühlheimer Straße und Untere Grenzstraße vorgesehen, über dessen verkehrliche Auswirkungen die zuständige Entwicklungsgesellschaft INNO frühzeitig aufklären will.
Zentrale Nord-Süd-Achse erhält unterirdische Speicher für Regenwasser
Im Inneren des Geländes nimmt derweil das sogenannte Innovationsband Form an. Diese zentrale Trasse soll künftig als begrünte Verbindung zwischen der Mainstraße und der Mühlheimer Straße dienen. Im Bereich der Mainstraße wurden bereits die ersten Pflastersteine verlegt und spezielle Tröge für kommende Baumpflanzungen im Herbst und Winter installiert. Unterhalb dieser Pflanzstellen befinden sich unterirdische Speicher, die das anfallende Regenwasser des Geländes auffangen und in Trockenphasen zur Bewässerung der Vegetation abgeben. Dieser erste Abschnitt der Achse soll bis zur Jahreswende bis auf Höhe der historischen Dreibogenhalle fertiggestellt sein. Südlich davon, in Richtung des künftigen Verkehrskreisels, verlegen Arbeiter derzeit Rohre für einen Regenwasserkanal, der später über das Kaskadenwehr in den Main münden wird. Im Anschluss folgen auch in diesem Teilbereich die oberirdischen Pflasterarbeiten.
Offenbacher Oberbürgermeister erwartet wirtschaftliche Impulse
Die Verantwortlichen der Stadt sehen in den aktuellen Tiefbauarbeiten eine entscheidende Phase für das Gesamtprojekt. Die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft leitet die Erschließung, die nach derzeitigem Stand bis Ende des Jahres 2027 vollständig beendet sein soll. Der Offenbacher Oberbürgermeister Felix Schwenke ordnet die aktuellen Entwicklungen ein: „Der Innovationscampus erreicht jetzt einen wichtigen Meilenstein seiner Entwicklung. Was lange geplant und vorbereitet wurde, wird nun auf dem Gelände sichtbar. Mit dem Innovationsband, neuen Wegebeziehungen und den weiteren Erschließungsmaßnahmen entsteht Schritt für Schritt die Grundlage für einen modernen Wirtschaftsstandort. Hier schaffen wir die Voraussetzungen für neue Investitionen, die Ansiedlung zukunftsweisender Unternehmen und zusätzliche Arbeitsplätze in Offenbach“. Božica Niermann, die Geschäftsführerin der zuständigen INNO Innovationscampus Offenbach GmbH & Co. KG, ergänzt mit Blick auf die Gestaltung: „Mit jedem Bauabschnitt wird deutlicher, wie sich der Innovationscampus künftig entwickeln wird. Das Innovationsband verbindet die unterschiedlichen Bereiche des Geländes und schafft gleichzeitig neue Grün- und Aufenthaltsflächen. So entsteht Schritt für Schritt ein Standort, der wirtschaftliche Entwicklung, nachhaltige Freiräume und eine hohe Aufenthaltsqualität zusammenführt“.















