Die Energieversorgung Offenbach AG beendet zum 31. Dezember 2026 die Produktion in ihrem Pelletwerk auf dem Innovationscampus. Im Jahr 2027 soll die Anlage demontiert werden. Als Gründe nennt das Unternehmen deutlich gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten sowie dauerhaft schwierige Absatzpreise.
Nach Angaben der EVO muss das Werk die für die Produktion benötigten Sägespäne extern einkaufen und nach Offenbach transportieren lassen. Zugleich habe sich der Wärmemarkt in den vergangenen Jahren verändert. Wärme werde zunehmend elektrisch mit Wärmepumpen erzeugt. Unter diesen Bedingungen sei ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb der Anlage nicht mehr möglich.
Keine tragfähige Perspektive gefunden
Die EVO teilt mit, verschiedene Möglichkeiten für eine Fortführung des Standorts geprüft zu haben. Am Ende habe sich jedoch keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive ergeben. Unternehmenssprecher Harald Hofmann erklärte: „Die Entscheidung zur Schließung ist uns nicht leichtgefallen“. Zugleich betonte er: „An den Mitarbeitern lag es nicht. Es lag an den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.“
Von der Stilllegung sind 17 Beschäftigte betroffen. Die EVO-Gruppe beschäftigt nach Unternehmensangaben insgesamt rund 690 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den vergangenen Jahren seien dort mehr als 40 zusätzliche Stellen geschaffen worden, vor allem im Netzbereich.
Sozialverträgliche Lösungen angekündigt
Für die Mitarbeiter des Pelletwerks kündigt die EVO sozialverträgliche und individuelle Lösungen an. Geprüft werden sollen interne Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe. Hinzu kommen laut Mitteilung Übergangsregelungen und Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung.
Damit endet in Offenbach ein Geschäftsfeld, das nach Einschätzung des Unternehmens unter den veränderten Marktbedingungen nicht mehr rentabel betrieben werden kann.
Gelände soll vermarktet werden
Mit der Schließung wird nach Angaben der EVO zugleich der Weg frei für eine Vermarktung des Geländes. Perspektivisch könnten dort weitere Unternehmen aus Gewerbe und Industrie angesiedelt werden. Das Areal gehört der Stadtwerke-Tochter INNO GmbH, die für Entwicklung, Erschließung und Vermarktung des gesamten INNO-Geländes zuständig ist.
Allerdings stehen die dafür nötigen Beschlüsse noch aus. Die Aufhebung der Erbpacht und die damit verbundenen vertraglichen Vereinbarungen zwischen INNO und EVO müssen noch vom Aufsichtsrat der INNO sowie vom Magistrat der Stadt Offenbach gebilligt werden.














