Seit 40 Jahren ist Stefan Schummer im Dienst der Stadt Offenbach tätig. Der frühere Profi-Fußballer der Offenbacher Kickers wurde im August für seine langjährige Arbeit geehrt. Heute verantwortet er als Fachbereichsleiter Sportplatzmanagement bei der GBM Service die städtischen Sportanlagen.
Parallelkarriere auf Rasen und Rathaus
Schummers Laufbahn begann früh: Mit 16 Jahren absolvierte er eine Ausbildung als Maler und Lackierer, wechselte später in die B-Jugend des OFC. „Ich wollte erst mal ein Fundament haben und meine Eltern haben mir zu einem Handwerk geraten“, erinnert er sich. 1985 trat er in den öffentlichen Dienst ein, arbeitete im Sport- und Badeamt und spielte gleichzeitig für die Kickers. „Am Freitagabend standen wir auf dem Rasen auf dem Bieberer Berg … und am Montagmorgen war ich als Angestellter dafür zuständig, im Stadion die beim Spiel abgebrannten Bengalos und die zertretenen Bierbecher wieder aufzusammeln.“
Fußballer mit Rückgrat für Offenbach
Mehr als 400 Spiele absolvierte Schummer für die Kickers. Angebote anderer Vereine lehnte er ab. „Ich bin Offenbacher durch und durch, das ist meine Stadt.“ Nach dem Lizenzentzug 1989 kehrte er hauptberuflich ins Sport- und Badeamt zurück und wurde Ansprechpartner für Schulen, Vereine und Kitas. 1998 erhielt er als einer der wenigen Spieler ein Abschiedsspiel.
Fokus auf moderne Sportanlagen
Seit 2000 arbeitet Schummer bei der GBM, seit 2004 leitet er eigenverantwortlich die Betreuung der städtischen Sportplätze. Schwerpunkte seiner Arbeit sind moderne Platzpflege und Ressourcenschonung. „Es gibt ausgeklügelte Techniken und Geräte für die automatische Bewässerung, mit denen wir unsere Sportanlagen ausrüsten … Wir haben sogar schon vom DFB die Rückmeldung bekommen, dass unsere Plätze immer super in Ordnung sind – deshalb hat bei uns unter anderem auch schon die Frauen-Nationalmannschaft trainiert.“
Starkes Team im Hintergrund
Heute führt Schummer ein 17-köpfiges Team. „Wir haben einen starken Zusammenhalt und sind alle mit Begeisterung dabei.“ Bei der Frage nach seinem Lieblingsplatzbelag bleibt er dem Fußball treu: „Es geht nichts über einen schönen Naturrasenplatz.“















