Bislang unbekannte Täter haben am vergangenen Wochenende das Wahlkreisbüro und die Kreisgeschäftsstelle der CDU im Offenbacher Stadion am Bieberer Berg attackiert. Durch Gewalteinwirkung auf die Fensterfront am Waldemar-Klein-Platz entstand ein Sachschaden von rund 6.000 Euro. Die Tat rief deutliche Reaktionen hervor: Neben den lokalen Mandatsträgern verurteilte auch der hessische Innenminister Roman Poseck nach einem Besuch am Tatort den Vorfall als inakzeptablen Akt der Einschüchterung.
Steinwürfe gegen Glasfront rufen Kriminalpolizei auf den Plan
Nach Angaben der Polizei ereignete sich die massive Sachbeschädigung im Zeitraum zwischen Freitagabend um 18 Uhr und dem frühen Montagmorgen um 5.30 Uhr. Die Ermittler gehen nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass die Täter gezielt mehrere Steine gegen die Scheiben des Büros warfen. Infolgedessen weisen die großflächigen Glasfronten nun erhebliche Risse auf. Die Kriminalpolizei in Offenbach hat die Ermittlungen zu den Hintergründen aufgenommen. Zur lückenlosen Aufklärung des Vorfalls bitten die Beamten mögliche Zeugen, die am Wochenende im Umfeld des Stadions verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich telefonisch unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Kripo-Hotline zu melden.
Innenminister Poseck warnt vor zunehmender Gewalt im politischen Diskurs
Angesichts der Zerstörung reiste der hessische Innenminister Roman Poseck nach Offenbach, um sich direkt vor Ort ein Bild der Schäden zu machen. Das Innenministerium stellte im Nachgang klar, dass Gewalt niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein dürfe. Poseck selbst ordnete den Vorfall in einen größeren gesellschaftlichen Kontext ein: „Ich sehe mit großer Sorge, dass die politische Auseinandersetzung immer häufiger auch gewaltsam geführt wird. Der Anschlag auf die CDU Geschäftsstelle in Offenbach in der vergangenen Nacht ist dafür ein Beispiel.“ Er wies auf die immensen Sachschäden hin und betonte, dass durch solche Aktionen offensichtlich gezielt eingeschüchtert werden solle. Der Minister sicherte in diesem Zuge parteiübergreifenden Rückhalt zu: „Meine Solidarität gilt allen Parteien und Politikern, die Opfer von Gewalt werden. Gewalt ist immer verwerflich; egal, von wem sie ausgeht und gegen wen sie sich richtet.“
Lokale Abgeordnete fordern inhaltliche Auseinandersetzung statt blinder Zerstörungswut
Der Bundestagsabgeordnete Björn Simon, dessen Wahlkreisbüro direkt betroffen ist, äußerte sich über das soziale Netzwerk Instagram zu der Tat und betitelte das Geschehen dort als „Feiger Anschlag auf die CDU-Kreisgeschäftsstelle und mein Wahlkreisbüro“. Er wertet die Zerstörung am Stadion als klaren Angriff auf den politischen Diskurs: „Politische Auseinandersetzungen gehören zur Demokratie, Gewalt und Sachbeschädigung nicht. Wer versucht, politische Arbeit mit solchen Mitteln einzuschüchtern, überschreitet eine klare Grenze.“ Konsequenzen für seine Tätigkeit schloss er jedoch kategorisch aus und bekräftigte: „Wir lassen uns davon nicht einschüchtern. Unsere Arbeit für die Menschen vor Ort in Offenbach geht weiter.“
Auch die Offenbacher Landtagsabgeordnete Kim-Sarah Speer reagierte bestürzt auf die Gewalteinwirkung am Bieberer Berg. Sie ordnete das Geschehen wie folgt ein: „Die Beschädigungen an unserer Kreisgeschäftsstelle haben mich schockiert und sind völlig inakzeptabel. Unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist und welche Hintergründe die Tat hat, darf Sachbeschädigung kein Mittel der Auseinandersetzung sein.“ Sie unterstrich abschließend, dass unterschiedliche Meinungen und Kritik zwar zum politischen Alltag gehörten, Meinungsverschiedenheiten jedoch stets mit Argumenten ausgetragen werden müssten.















