Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBO will in diesem Jahr zwei Neubauprojekte in Offenbach starten. Für ein Vorhaben in der Liebigstraße und zwei Neubauten an der Dr.-Rosa-Goldschmidt-Straße liegt nach Angaben der Stadt nun eine Fördermittelzusage des Landes Hessen vor. Geplant sind insgesamt knapp 40 geförderte Wohnungen.
Stadtkämmerer Martin Wilhelm, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der GBO, bezeichnete die Zusage als „gute Nachricht für Offenbach“. Er erklärte: „Die beiden Neubauvorhaben sind die ersten Projekte aus dem 150 Millionen Euro Investitionsvolumen umfassenden Wirtschaftsplan der GBO für die kommenden fünf Jahre, die in die Umsetzung gehen. Knapp 40 neue geförderte Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen werden allein an diesen beiden Standorten entstehen.“
Neubau in der Liebigstraße ist als Nachverdichtung vorgesehen
In der Liebigstraße plant die GBO auf einem eigenen Grundstück einen Neubau zwischen drei bestehenden Häusern. Vorgesehen sind – sofern die Genehmigung erteilt wird – fünf Geschosse mit rund 15 Wohnungen. Dafür sind nach Angaben der Stadt 3,6 Millionen Euro an Fördermitteln reserviert.
An der Dr.-Rosa-Goldschmidt-Straße sollen auf einem Grundstück zwei Gebäude entstehen. Je nach Zuschnitt sollen dort rund 24 Wohnungen untergebracht werden. Für dieses Bauvorhaben sind demnach Fördermittel in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro reserviert.
Bauweise mit vorgefertigten Holzhybrid-Modulen geplant
Beide Projekte sollen in vorgefertigten Holzhybrid-Modulen gebaut werden. Die GBO hat nach Angaben der Stadt bereits in der Taunusstraße, der Brandenburger Straße und im Franz-Liszt-Quartier Häuser in dieser Bauweise errichtet. Als Vorteile nennt die Stadt eine kürzere Bauzeit gegenüber herkömmlicher Bauweise sowie den Einsatz des Baustoffs Holz.
Für die Umsetzung der beiden Vorhaben rechnet die Stadt mit etwa zwei Jahren. Die Bauausführung selbst sei mit neun Monaten veranschlagt. Zudem müsse auf der Baustelle weniger Material gelagert werden; außerdem gebe es weniger Baulärm, weniger Schmutz sowie weniger An- und Abfahrten von Baufahrzeugen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Bestandshäuser in der Liebigstraße sei die verkürzte Bauzeit besonders relevant.
Projekte sind Teil des Fünfjahres-Wirtschaftsplans der GBO
Boris Kupke und René Weber, die beiden Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter GBO, begrüßten die Mittelzusage. „Erst durch solche Zusagen wird der Bau neuer Wohnungen überhaupt erst möglich. Und auch mit dieser finanziellen Unterstützung können wir dies nur umsetzen, weil die Grundstücke der GBO gehören und damit der Kaufpreis entfällt.“
Die GBO hatte gemeinsam mit Stadtkämmerer Wilhelm im Dezember 2025 ihren Wirtschaftsplan öffentlich vorgestellt. Das Investitionsvolumen beträgt 150 Millionen Euro und soll in den kommenden fünf Jahren in den Bau neuer Wohnungen sowie in energetische Sanierungen und Bestandsmodernisierungen fließen.
















