Am Sonntag, 20. Juli, versammelten sich Offenbacher Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber vor dem Rathaus, um mit einer Kranzniederlegung an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur zu erinnern. Anlass war der 80. Jahrestag des Attentatsversuchs von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler im Jahr 1944. Die Gedenkveranstaltung fand vor der Flammen-Skulptur des Offenbacher Künstlers Bernd Rosenheim statt, die den Opfern des Nazi-Terrors gewidmet ist.
Färber erinnerte an die Bedeutung demokratischer Verantwortung auch im Alltag: „Wir erinnern heute an sie – nicht, weil wir die Geschichte verklären, sondern weil sie uns daran erinnert: Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind kein Zustand, den man einmal erreicht und dann für immer besitzt. Sie müssen geschützt, gepflegt und verteidigt werden – gegen äußere wie gegen innere Bedrohungen.“
Polizei findet Gedenkkranz bei 31-Jährigem
Am Montag, 21. Juli, entdeckte die Polizei bei Ermittlungen in anderer Sache zufällig den Gedenkkranz vor der Wohnungstür eines polizeibekannten 31-jährigen Offenbachers in der Innenstadt. Das Kranzband trug die Aufschrift zur Erinnerung an die Opfer des Widerstands zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Beamten konnten das Blumenarrangement eindeutig als jenes identifizieren, das am Vortag im Rahmen der Gedenkveranstaltung vor dem Rathaus niedergelegt worden war.
Ermittlungen wegen möglichem Diebstahl eingeleitet
Die Polizei stellte den Kranz sicher und brachte ihn an den Ort der Gedenkveranstaltung zurück. Gegen den 31-jährigen Tatverdächtigen wurden Ermittlungen wegen Diebstahls eingeleitet. Warum der Mann das Gesteck an sich genommen haben soll, ist derzeit unklar. Zeugen, die Hinweise zum Vorfall geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Offenbacher Kriminalpolizei zu melden.
















