Wer am Sonntag, 14. Juni, durch Bürgel oder Rumpenheim spaziert, wird kaum weit kommen, ohne irgendwo an liebevoll aufgebaute Tische, geöffnete Hoftore oder kleine Schatzinseln auf Einfahrten und in Vorgärten zu geraten. Von 10 bis 16 Uhr findet in den beiden Offenbacher Stadtteilen wieder der Hofflohmarkt statt. Viele Höfe öffnen dabei ihre Tore und machen die Nachbarschaft für einen Tag zum großen Freiluft-Trödelmarkt.
Über 80 Teilnehmer versprechen keinen klassischen Flohmarkt auf engem Raum, sondern einen entspannten Streifzug durch zwei Stadtteile, bei dem das Suchen und Finden fast nebenbei passiert. Gerade das macht den Reiz solcher Hofflohmärkte aus: Man schaut nicht nur nach alten Schallplatten, Kinderbüchern, Geschirr, Spielzeug, Bildern oder Kleinmöbeln, sondern entdeckt oft auch Höfe, Gassen und Ecken, an denen man sonst achtlos vorbeigeht.
Ein Flohmarkt mit besonderer Atmosphäre
Bürgel und Rumpenheim bieten für dieses Format ohnehin die passende Kulisse. Statt langer Marktzeilen und dicht gedrängter Stände entsteht ein Nachmittag, der eher an einen offenen Stadtteilspaziergang erinnert als an einen gewöhnlichen Trödelmarkt. Man klingelt hier nicht, sondern bleibt stehen, kommt ins Gespräch, stöbert ein wenig, zieht weiter und entdeckt hinter der nächsten Ecke schon den nächsten Hof.
Gerade diese Mischung aus Nachbarschaft, Nachhaltigkeit und Neugier macht den besonderen Charme der Veranstaltung aus. Gut Erhaltenes bekommt eine zweite Chance, Dachböden und Keller werden etwas leerer, und ganz nebenbei wird aus einem Sonntag oft auch ein Tag der Begegnung. Wer mag, kann gezielt auf die Suche nach bestimmten Dingen gehen. Wer ohne Plan losläuft, hat meist die besseren Zufallsfunde.
Karte zeigt alle teilnehmenden Höfe
Damit Besucher den Überblick behalten, gibt es eine digitale Übersicht mit allen eingetragenen Standorten. Dort lässt sich die Route vorab planen oder spontan unterwegs nachsehen, wo in Bürgel und Rumpenheim noch weitere Höfe mitmachen. Die Karte ist hier zu finden: Standorte des Hofflohmarkts in Bürgel und Rumpenheim.
Sonntag zwischen Schatzsuche und Stadtteilspaziergang
Wer also am Sonntag noch nichts vorhat, muss nicht weit fahren, um etwas zu erleben. Zwischen 10 und 16 Uhr reicht in Bürgel und Rumpenheim oft schon ein wenig Zeit, bequeme Schuhe und Lust aufs Stöbern. Alles andere ergibt sich meist von selbst: ein kurzer Plausch am Gartenzaun, ein unerwarteter Fund auf dem Tapeziertisch und das schöne Gefühl, dass ein Stadtteil für ein paar Stunden ein bisschen offener, lebendiger und persönlicher wird.















