Zum zweiten Mal hat Offenbach den „industrial designed. design award“ vergeben. Die Preisverleihung fand am 12. November im Rockywood-Gebäude im Hafen statt, ausgerichtet von der City Cube GmbH. Veranstalter waren die städtische Wirtschaftsförderung und das Lehrgebiet Industrial Design der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach. Das Preisgeld betrug insgesamt 6.000 Euro.
Stadt betont Bedeutung von Design und Nachwuchsförderung
Stadtrat Paul-Gerhard Weiß eröffnete die Veranstaltung stellvertretend für den erkrankten Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. Er würdigte die Rolle der jungen Kreativen und sagte: „Sie sind die Gestalterinnen und Gestalter der Zukunft, die mit Mut, Kreativität und Verantwortung neue Perspektiven eröffnen – und damit einen entscheidenden Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft leisten.“ Zudem hob er den Stellenwert der HfG als Motor für gestalterische, künstlerische und technologische Impulse hervor.
Entwürfe verbinden Gestaltung mit aktuellen Herausforderungen
Initiator Prof. Frank Zebner beschrieb Industrial Design als eine Disziplin, die unterschiedliche Wissensfelder verbindet und transformiert. Die zehn nominierten Projekte stellten laut Veranstaltern Lösungen vor, die technologische Entwicklung mit Fragen des Klimaschutzes, der Ressourcenschonung und sozialer Verantwortung verbinden.
Der erste Preis in Höhe von 3.000 Euro ging an Niklas Karl für das Projekt design to brand. Seine Arbeit entstand in Kooperation mit dem Unternehmen Wöhner und zeigt, wie sich markentypische Gestaltungsmerkmale in eine konsistente Produktfamilie überführen lassen.
Den zweiten Preis (2.000 Euro) erhielt Jakob Fink für GravLock, einen wiederverwendbaren Schwerkraftdübel, der ohne Bohren oder chemische Befestigung auskommt und für flexible Anwendungen konzipiert ist.
Mit dem dritten Preis (1.000 Euro) wurde Simon Schmidt-Meinzer ausgezeichnet. Sein Konzept DentaPhage beschreibt ein tragbares Gerät, das Atemluft analysiert, schädliche Mundbakterien erkennt und gezielt passende Bakteriophagen abgibt.
Jury aus ehemaligen HfG-Absolventinnen und Absolventen
Die diesjährige Jury setzte sich aus vier früheren Studierenden des Lehrgebiets zusammen: Eva Hotz (deSter, Neu-Isenburg), Marina Fischer (Rat für Formgebung, Frankfurt), Rafael Rico Berti (beslerberti, Neu-Isenburg) und Daniel Knies (deSter, Neu-Isenburg). Sie wählten die drei Preisträgerinnen und Preisträger aus den zehn nominierten Arbeiten aus.
Die Stadt und die HfG sehen in dem Award einen Beitrag zur Förderung des gestalterischen Nachwuchses und zur Sichtbarkeit von Innovation am Standort Offenbach.
















