Zur Stadtverordneten- und Ausländerbeiratswahl am 15. März 2026 sollen in Offenbach erstmals sämtliche Wahllokale barrierefrei zugänglich sein. Damit können auch mobilitätseingeschränkte Wählerinnen und Wähler ihre Stimme in den Wahllokalen abgeben, teilt die Stadt mit. Wahlleiter Markus Eck sagt: „Die Ausübung des Wahlrechts sollte für alle Wählenden so einfach und barrierefrei wie möglich sein.“ Dass dies nun stadtweit gelinge, sei „ein wichtiger Schritt“.
Um die Barrierefreiheit zu erreichen, hat das Wahlteam des Bürgerbüros nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen alle bisherigen Wahllokale überprüft und teils Ersatzstandorte gesucht. Wo es möglich ist, sollen am Wahltag Rampen für barrierefreie Zugänge eingesetzt werden. Einige Wahllokale werden verlegt: Das Wahllokal in der Goetheschule zieht in das Stadtteilbüro Nordend. Das Wahllokal der Schule Bieber (Mauerfeldschule) wird in die eigene Turnhalle verlegt. In der Leibnizschule wechselt das Wahllokal vom Altbau in den barrierefreien Neubau. Das Wahllokal der Uhlandschule zieht in die Kindertagesstätte 12 in Bürgel. An der IGS Lindenfeld (Bachschule) wechselt das Wahllokal vom Altbau in den Neubau des Grundschultrakts. Das Wahllokal der Eichendorffschule wird in Mensa und Elterncafé verlegt. Der Wahlbezirk 39 der Albert-Schweitzer-Schule wird aus der nicht barrierefreien Turnhalle ausgegliedert und in bestehende barrierefreie Wahlbezirke integriert. Das Wahllokal der Beethovenschule zieht in die Kindertagesstätte 20 ein.
Kriterien geprüft, Rampen vorgesehen
Nach Angaben des Wahlteams ging es bei der Prüfung nicht nur um stufenlose Zugänge. Berücksichtigt worden seien auch weitere Anforderungen wie etwa Türbreiten. Für Gebäude, die nicht angepasst werden konnten, seien in Zusammenarbeit mit Schulen, Kitas und anderen öffentlichen Einrichtungen alternative Räume gefunden worden. Eine Übersicht der verlegten Wahllokale sowie aller barrierefreien Standorte ist unter www.offenbach.de/wahlen abrufbar.
Schulungen für Wahlhelfende geplant
Neben der Anpassung der Standorte sollen auch Wahlhelfende geschult werden, um mobilitätseingeschränkte Wählerinnen und Wähler bei Bedarf zu unterstützen, ohne die Geheimhaltung der Wahl zu beeinträchtigen.
Rainer Marx, Vorsitzender des Inklusionsbeirats der Stadt und des Kreises Offenbach, bezeichnete die Umsetzung als „Meilenstein für die gleichberechtigte Teilhabe in Offenbach“. Dominik Schuster, der kommunale Beauftragte, sagte: „Die Stadt Offenbach sendet damit ein klares Signal der Wertschätzung und Anerkennung an alle Bürgerinnen und Bürger.“ Stadtkämmerer und Sozialdezernent Martin Wilhelm erklärte: „Das zuständige Team des Bürgerbüros ist unermüdlich an der Umsetzung der Barrierefreiheit drangeblieben, sodass am Wahltag alle ohne Einschränkungen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen können.“
















