Bei gefahrgutrechtlichen Kontrollen hat die Stadt Offenbach Anfang Dezember eine große Menge Lachgas aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben der Stadt überprüfte das Ordnungsamt am Dienstag, 2. Dezember 2025, unter Federführung des Sachgebiets Gefahrgut gemeinsam mit weiteren Fachbehörden mehrere Betriebe. Im Fokus standen Vertriebswege und Lagerung von Distickstoffmonoxid, auch bekannt als Lachgas.
Mehrfache Verstöße gegen Vorschriften festgestellt
Die Kontrollen ergaben, dass in zahlreichen Verkaufsstellen die geltenden Bestimmungen des Gefahrgutrechts mehrfach nicht eingehalten wurden. Infolge dessen stellten die Behörden rund 527 Kilogramm Lachgas sicher. Die Kartuschen wurden an einen Entsorger übergeben, um eine fach- und umweltgerechte Entsorgung zu gewährleisten. Die betroffenen Betriebe wurden auf die gesetzlichen Vorgaben hingewiesen und müssen nach Angaben der Stadt mit der Einleitung von Bußgeldverfahren rechnen.
Weitere Sicherstellungen am Folgetag
Am Mittwoch, 3. Dezember 2025, setzten die Behörden die Überprüfungen fort. Auch bei dieser Kontrolle wurden erneut Verstöße festgestellt. Dabei kamen weitere etwa 153 Kilogramm Lachgas hinzu, die sichergestellt wurden. Insgesamt wurden damit rund 680 Kilogramm Lachgas aus dem Verkehr gezogen.
Hinweis auf Gesundheitsrisiken und bestehende Regelungen
Die Stadt Offenbach warnt ausdrücklich vor dem Konsum von Lachgas als Partydroge. Nach Angaben der Stadt kann das Inhalieren die Sauerstoffversorgung des Körpers zeitweise unterbrechen und unter anderem zu Bewusstlosigkeit, Herz-Kreislauf-Versagen sowie zu dauerhaften Hirnschäden oder Lähmungen führen. Besonders Jugendliche und gefährdete Personen seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
Bereits zuvor hatte die Stadt den Verkauf, die Abgabe und die Weitergabe von Lachgas an Minderjährige stark eingeschränkt. Die nun durchgeführten gefahrgutrechtlichen Kontrollen sollen nach Angaben der Stadt einen weiteren Beitrag zur Durchsetzung dieser Regelungen leisten.















