Bei einer groß angelegten Kontrollaktion in der Offenbacher Innenstadt haben Polizei und Stadt zahlreiche Verstöße festgestellt. Im Rahmen der Innenstadtoffensive überprüften Kräfte des Polizeireviers Offenbach am Montagabend gemeinsam mit Beamten des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz und dem Gewerbeamt sieben Gaststätten und Kioske im Stadtgebiet.
Dabei stießen die Einsatzkräfte in mehreren Betrieben auf unterschiedliche Verstöße. In einem Lokal nahe des Hauptbahnhofs wurden unter anderem Mängel bei der Pfandpflicht, dem Preisauszeichnungsgesetz, beim Brandschutz und bei erforderlichen Zusatzgenehmigungen festgestellt. Nach Angaben der Polizei wurden dort weitere Ordnungswidrigkeiten geahndet. Die bislang verhängten Bußgelder belaufen sich auf rund 1.500 Euro.
Drogenfund in Gaststätte an der Kaiserstraße
In einer Gaststätte an der Kaiserstraße entdeckten die Kontrolleure mehr als 122 Gramm Marihuana, rund 273 Gramm Haschisch und vier Gramm Kokain. Außerdem beschlagnahmten sie ein Kleinkraftrad, das im Treppenhaus nach bisherigen Erkenntnissen als sogenannter „Bunker“ genutzt worden sein soll. Gegen Beteiligte der Lokalität besteht laut Polizei der Verdacht des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln.
Auch in der Waldstraße wurden die Beamten fündig. In einem Lokal trafen sie einen 33 Jahre alten Mann bei der Arbeit an, der einen Reisepass ohne gültiges Visum vorzeigte. Das Dokument wurde sichergestellt. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der illegalen Arbeitsaufnahme und des unerlaubten Aufenthalts ermittelt. Darüber hinaus ahndeten die Einsatzkräfte dort Verstöße gegen die Pfandpflicht und gegen das Tabaksteuergesetz. Mehrere E-Zigaretten wurden sichergestellt.
Haftbefehl vollstreckt und Kiosk geschlossen
In einer weiteren Bar im Stadtgebiet stellten die Kontrolleure erneut einen Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz fest. In einem benachbarten Kiosk nahmen die Beamten zudem einen 54 Jahre alten Mann fest, gegen den ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorlag. Weil er die offene Geldstrafe von 1.600 Euro nicht zahlen konnte, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Der Kiosk selbst wurde wegen erheblicher Verstöße gegen die Spielverordnung im Zusammenhang mit dort betriebenen Glücksspielautomaten geschlossen. Nach Angaben der Polizei dürften dort Bußgelder in Höhe von mehreren tausend Euro folgen. Auch an diesem Ort wurden weitere Verstöße gegen die Pfandpflicht festgestellt.
Weitere Ermittlungen laufen
Bei ergänzenden Streifengängen stellten Polizeibeamte außerdem ein Smartphone sicher, das möglicherweise aus einem Diebstahl stammt oder mit Hehlerei in Verbindung stehen könnte. Die Ermittlungen dazu dauern an.















