Die Offenbacher SPD hat am 11. November 2025 in den Räumen der IHK ihre Liste für die Kommunalwahl im Frühjahr 2026 beschlossen. Angeführt wird sie von der Fraktionsvorsitzenden Helena Wolf und Stadtkämmerer Martin Wilhelm. Beide erhielten in geheimer Abstimmung jeweils deutlich über 90 Prozent Zustimmung.
Anspruch einer „Offenbach-Liste“
Parteichef Christian Grünewald, der selbst auf Platz vier kandidiert, beschrieb die Liste als Spiegelbild der Stadtgesellschaft. „Unsere Liste ist eine echte ‚Offenbach-Liste‘. Sie bildet die Vielfalt der Stadtgesellschaft und die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten in Offenbach ab“, sagte er. Ziel sei es, mit breiter Verankerung in allen Stadtteilen und sozialen Gruppen ansprechbar zu bleiben: „Wir wissen, was die Menschen bewegt – und genau das bleibt unser Anspruch.“
Neben langjährigen Mitgliedern kandidieren auch Personen, die früher anderen Parteien oder Wählergruppen angehörten. Grünewald verwies zudem auf mehrere Bewerberinnen und Bewerber, die aus Vereinen, Religionsgemeinschaften, Initiativen und den unterschiedlichsten Berufsbereichen kommen.
Wolf und Wilhelm betonen bisherige Erfolge
In ihrer Rede hob Spitzenkandidatin Helena Wolf positive Entwicklungen am Arbeitsmarkt hervor. „Wir haben jetzt in Offenbach so viele Arbeitsplätze wie seit über dreißig Jahren nicht mehr“, sagte sie. Die SPD-Politik habe messbare Verbesserungen erreicht, zugleich bleibe „viel zu tun“. Als Schwerpunkt nannte sie Investitionen in bezahlbaren Wohnraum sowie Maßnahmen gegen die zweckwidrige Nutzung von Wohnungen.
Martin Wilhelm erinnerte an Projekte der vergangenen Jahre, darunter die sogenannte 48-Stunden-Dreck-weg-Garantie. „Das System der Meldung von Dreckecken über den Offenbacher Mängel-Melder funktioniert sehr gut“, so Wilhelm. Beim Thema Sauberkeit gebe es dennoch weiteren Handlungsbedarf. Zudem verwies er auf Investitionen von mehr als 300 Millionen Euro seit 2022 in Schulen und Kitas: „Gute Bildungschancen für alle von Anfang an sind bei uns keine bloße Behauptung.“
Landtagsabgeordnete Gersberg auf Platz drei
Erstmals kandidiert Nadine Gersberg, Landtagsabgeordnete und stellvertretende Parteivorsitzende, auf Platz drei. Als sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion wolle sie Expertise aus der Landespolitik einbringen und den Austausch zwischen Stadt und Land stärken.
Oberbürgermeister unterstützt die Liste symbolisch
Oberbürgermeister Felix Schwenke tritt auf dem letzten Listenplatz an. Dies dient, wie er erklärte, der politischen Rückendeckung für die Kandidatinnen und Kandidaten: Die SPD habe seine Arbeit „wirklich extrem stark unterstützt“. Der Verlust zentraler personeller Ressourcen im Magistrat, etwa von Martin Wilhelm, wäre aus seiner Sicht eine Schwächung.
Auch Juso-Bundesvorsitzender Philipp Türmer kandidiert – auf Platz 48.
Vielfältige Mischung aus Alter, Herkunft und Engagement
Die SPD verweist auf eine Liste, die von jungen Frauen über Gewerkschafter bis hin zu Selbstständigen, Ärztinnen und Sozialengagierten reicht. Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften und Menschen mit Migrationsgeschichte gehören ebenfalls dazu. Grünewald betonte die Bedeutung des Ehrenamts und nannte mehrere Vereinsvorsitzende unter den Bewerbern, darunter Ilka Mottscheller (Bund Offenbacher Künstler) und Stefan Marx (Stadtelternbeirat).
Am Ende fasste der Parteivorsitzende zusammen: „Wir wollen damit allen Menschen in Offenbach ein starkes Angebot machen: weiterhin Vertrauen in unsere Arbeit für die Stadt zu setzen.“
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