Nach dem Angriff auf das CDU-Wahlkreisbüro am Offenbacher Bieberer Berg (wir berichteten) hat eine linksextreme Gruppierung die Verantwortung für die Tat übernommen. Auf der Internetplattform „Indymedia“ veröffentlichten die unbekannten Verfasser ein Bekennerschreiben, in dem sie die Steinwürfe aus der Wahlnacht vom 20. September rechtfertigen und offene Drohungen gegen politische Repräsentanten aussprechen.
Verfasser rechtfertigen Steinwürfe mit politischer Ausrichtung der Partei
In dem online publizierten Text geben die Täter an, die Fenster der Parteifiliale bewusst eingeworfen – in ihren eigenen Worten „entglast“ – zu haben. Als Begründung für den zielgerichteten Angriff führen sie die inhaltliche Ausrichtung der Christdemokraten an. Die Partei von Friedrich Merz stehe aus Sicht der Gruppierung unter anderem für einen „Angriff auf die Arbeiterklasse“, für „Sozialkürzungen“ sowie für „imperialistische Kriegstreiberei“. Den demokratischen Diskurs und die jüngsten Abstimmungen lehnen die Verfasser in diesem Zusammenhang als Instrument der politischen Auseinandersetzung ab. Dies verdeutlichen sie mit der Feststellung: „Uns jucken Wahlergebnisse wenig“. Auch die bisherigen politischen Entscheidungsträger der Bundesregierung werden in dem Schreiben verbal attackiert und pauschal als „Schweine“ verunglimpft.
Bekennerschreiben enthält explizite Aufrufe zu künftigen Gewalttaten
Neben der Übernahme der Verantwortung für den Vandalismus am Bieberer Berg nutzen die Täter die Veröffentlichung für unmissverständliche Ankündigungen. Den Angriff auf das Offenbacher Wahlkreisbüro bezeichnen die Unbekannten ausdrücklich als Auftakt für eine weitere Eskalation. So heißt es in der Erklärung wörtlich: „Ein paar Steine im CDU Büro sind erst der Anfang: ab jetzt wird in der einzigen Sprache gesprochen, die die Halsabschneider dort oben verstehen.“ Im weiteren Verlauf des Textes rufen die Verfasser gezielt dazu auf, Personen anzugreifen, die sich aus ihrer Sicht auf Kosten der Arbeiter bereichern. Niemand aus dieser Gruppe solle sich künftig noch sicher fühlen können. Der eigene politische Widerstand müsse von nun an zwangsläufig in den Betrieben und auf der Straße stattfinden.
















