In Offenbach-Bieber haben zwei Trickdiebe am späten Dienstagnachmittag eine Rentnerin in ihrer eigenen Wohnung bestohlen. Das Duo gab sich als Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens aus und erbeutete dabei Bargeld sowie Goldschmuck im Gesamtwert von rund 2.000 Euro.
Täter nutzen falschen Vorwand zur Wohnungsdurchsuchung
Nach Angaben der Polizei klingelten die etwa 25 Jahre alten Unbekannten gegen 17.40 Uhr an der Tür der Seniorin. Sie spiegelten der Bewohnerin vor, zwingend die Leitungen und Steckdosen in den Räumlichkeiten überprüfen zu müssen. Nachdem die Frau dem Pärchen den Zutritt gewährt hatte, lenkte der braunhaarige Mann das Opfer gezielt ab. Währenddessen betrat seine blonde Komplizin die angrenzenden Zimmer und durchsuchte diese. Nach rund einer Viertelstunde verließen die Täter die Wohnung mit einer Kassette, in der sich die Wertsachen befanden. Anschließend flüchteten sie über die Konrad-Adenauer-Straße in eine unbekannte Richtung. Die Kriminalpolizei in Offenbach bittet mögliche Zeugen, sich unter der Rufnummer 069 80981234 zu melden.
Kriminalpolizei rät zu erhöhter Vorsicht an der Haustür
Aus Anlass dieses Falls rufen die Ermittler zu besonderer Wachsamkeit auf. Die Beamten weisen darauf hin, dass unangekündigten Handwerkern kein Einlass gewährt werden sollte, da seriöse Dienstleister ihre Termine üblicherweise im Vorfeld schriftlich mitteilen. Bewohner sollten vorgezeigte Dienstausweise genau kontrollieren und im Zweifelsfall direkt bei dem jeweiligen Unternehmen nachfragen. Hierfür ist es ratsam, eigenständig eine Telefonnummer zu recherchieren und nicht die von den Besuchern genannte Rufnummer zu wählen. Zum generellen Schutz empfiehlt die Polizei, die Haustür stets nur mit vorgelegter Türsperre zu öffnen und vorhandene Gegensprechanlagen oder Türspione konsequent zu nutzen. Überdies sollten Bargeld und Schmuck niemals offen zugänglich aufbewahrt werden.
Aufklärung innerhalb der Familie soll ältere Menschen schützen
Wenn Personen an der Tür verdächtig erscheinen, raten die Behörden dazu, umgehend Nachbarn zu informieren oder im Notfall direkt die 110 zu wählen. Da Trickdiebe bei ihren Taten oftmals gezielt ältere Menschen ins Visier nehmen, richtet die Polizei zudem einen Appell an deren Angehörige. Jüngere Familienmitglieder sollten sich regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen informieren und die entsprechenden Verhaltensregeln präventiv mit ihren Verwandten besprechen.
















