Am Samstag, dem 12. September, erweitert sich das Einzelhandelsangebot in der Offenbacher Innenstadt. Die 28-jährige Gründerin Celina Ali eröffnet unter dem Namen ihres Labels „Mada“ ein eigenes Geschäft in der Großen Marktstraße 39. Das Konzept, das einen Schwerpunkt auf direkt am Körper verschweißte Schmuckstücke legt, hat im Vorfeld bereits eine Probephase durchlaufen und wird nun durch ein städtisches Förderprogramm bei der dauerhaften Ansiedlung unterstützt.
Spezialisiertes Angebot für fest verschweißte Schmuckstücke
In dem neuen Ladenlokal, das sich zentral gegenüber dem Komm-Einkaufszentrum befindet, bietet die Inhaberin personalisierte Artikel wie gravierten Edelstahlschmuck an. Ein zentrales Element des Verkaufs ist der sogenannte permanente Schmuck. Dabei werden filigrane Armbänder sowie Hals- und Fußkettchen passgenau abgemessen und anschließend dauerhaft am Handgelenk oder Hals der Käufer verschweißt. Die Betreiberin verbindet mit diesem Vorgang einen tieferen Sinn. „Schmuckstücke sind oft nicht nur ein Accessoire, sondern auch ein Symbol der Verbundenheit, der Erinnerung, einer persönlichen Geschichte. Und der Moment des Anlegens wird Teil der Bedeutung, zum Beispiel anlässlich einer Verlobung oder Hochzeit, eines Jahrestags oder auch bei Junggesellinnenabschieden“, erläutert Ali. Bei der Kundenbetreuung setzt die Geschäftsfrau auf eine ausführliche Kommunikation und erklärt: „Statt schnelllebiger Trends steht bei mir die persönliche Beratung im Fokus“. Der reguläre Verkauf findet an fünf Wochentagen statt. Dienstags und samstags ist das Geschäft von 10 bis 16 Uhr geöffnet, von Mittwoch bis Freitag jeweils zwischen 13 und 19 Uhr. Termine für das Verschweißen der Schmuckstücke können nach vorheriger Vereinbarung von Montag bis Samstag auch außerhalb der festen Öffnungszeiten gebucht werden.
Kombination aus klassischem Verkauf und Veranstaltungsfläche
Die rund 43 Quadratmeter große Gewerbefläche wurde konzeptionell in zwei Bereiche unterteilt, um neben dem reinen Einzelhandel auch Platz für Veranstaltungen zu schaffen. Die Inhaberin plant, in ihrem Geschäft künftig kreative Abende und Workshops auszurichten. Zu dieser Entscheidung führt sie aus: „Man soll hier nicht nur kurz etwas kaufen und dann wieder gehen. Neben dem klassischen Tagesgeschäft soll der Store auch ein Ort für gemeinsame Erlebnisse werden, ein Ort, an dem man gern verweilt und eine gute Zeit verbringt.“ Sie betont dabei, dass ihr „die Qualität und das besondere Erlebnis wichtiger sind, als möglichst viele verschiedene Formate gleichzeitig anzubieten.“ Die Teilnahme an den künftigen Veranstaltungen steht auch Einzelpersonen offen. Laut der Inhaberin gilt der Grundsatz: „Man kann allein kommen, niemanden kennen, und wird sich dennoch direkt willkommen fühlen.“ Ein erstes konkretes Workshop-Format für verschiedene Altersgruppen ist bereits in Planung. Details dazu hält die Gründerin noch zurück, verrät jedoch: „Ich werde ihn sowohl während des regulären Tagesgeschäfts als auch immer wieder im Rahmen besonderer Special Days anbieten. Zu viel möchte ich hierzu aber noch nicht verraten“.
Erfolgreicher Übergang aus dem städtischen Förderprogramm
Die Eröffnung des stationären Geschäfts ist das Resultat einer vorausgegangenen Erprobungsphase. Im April und Mai dieses Jahres hatte Celina Ali ihr Geschäftsmodell bereits temporär in der Offenbacher Testraum-Allee betrieben. Nun erhält sie als zweite Unternehmerin finanzielle Unterstützung aus dem sogenannten Testraum-Fonds. Dieses Projekt ist Teil des städtischen Zukunftskonzeptes Innenstadt und zielt in Kooperation mit der Agentur Mitte sowie der Initiative Offenbach offensiv darauf ab, leerstehende Gewerbeflächen im Zentrum langfristig mit tragfähigen Konzepten aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie zu füllen.
Oberbürgermeister Felix Schwenke wertet die Entwicklung als Erfolg für die Bemühungen der Stadt. „Celina Ali erfüllt genau das, was wir uns vom Testraum und dem zugehörigen Fonds erhoffen: Ein Testbetrieb zum Ausprobieren und Sammeln von Erfahrungen wird zu einem dauerhaften Geschäft, das ein Angebot zum Einkaufen in unserer Innenstadt macht“, konstatiert der Rathauschef. Hinsichtlich der geplanten Erweiterung um eine Veranstaltungsfläche fügt er an: „Ich drücke ihr die Daumen, dass der neue Sprung gelingt. Die Idee, dass Frau Ali ihr Geschäft auch zu einem Ort der Begegnung macht, ist ein interessanter, neuer Ansatz.“
Um eine ansprechende Atmosphäre für die Kunden zu schaffen, wurde die Inhaberin bei der Raumgestaltung von Marie Radotic vom Kreativbüro Design in Architektur unterstützt, das sämtliche geförderten Projekte des Fonds fachlich begleitet. „Jeder, der den Laden betritt, soll sich dort sofort wohlfühlen. Daher haben wir ihn hell, freundlich und gleichzeitig gemütlich und einladend gestaltet“, beschreibt Radotic das optische Ziel der Einrichtung. Neben dem neuen Schmuckgeschäft wurden in der Kern-Innenstadt bislang weitere Initiativen, darunter Bekleidungs- und Konzeptläden, durch das kommunale Förderprojekt umgesetzt und unterstützt.
















