An der Spitze der Offenbacher Stadtverwaltung hat sich ein personeller Wechsel vollzogen. Einen Tag nach ihrer Wahl durch die Stadtverordnetenversammlung haben Andreas Bruszynski als neuer Bürgermeister und Helena Wolf als neue Stadträtin am Freitag, den 26. Juni, offiziell ihre Posten angetreten. Das Kommunalparlament hatte die beiden hauptamtlichen Dezernenten am 25. Juni für eine sechsjährige Amtszeit gewählt.
Andreas Bruszynski übernimmt als neuer Bürgermeister weitreichende Verantwortung
Der Jurist Andreas Bruszynski tritt im Rathaus die Nachfolge von Sabine Groß an. In seiner neuen Funktion als Bürgermeister verantwortet der Familienvater künftig die Themenfelder Bauen, Mobilität und Sicherheit. Seinem Geschäftsbereich sind unter anderem das Amt für Planen und Bauen, die städtische Bauaufsicht, das Vermessungsamt und das Ordnungsamt zugeordnet. Darüber hinaus leitet er das Amt für Mobilität, das Ausländeramt, das Stadtgesundheitsamt, das Amt für Veterinärwesen sowie das interne Revisionsamt. Bruszynski ist in der Stadt aufgewachsen und gehört der CDU seit 1982 an. Bis zur Übernahme seines neuen Amtes führte er die dortige Rathausfraktion seiner Partei. Zuvor amtierte er von 2020 bis zum Abschluss der vergangenen Wahlzeit als Vorsitzender des Haupt-, Finanz-, Digitalisierungs- und Beteiligungsausschusses. Der Lokalpolitiker ist zudem seit 2024 Mitglied im Aufsichtsrat der Station Mitte sowie in der Betriebskommission des GEO Grünen Eigenbetriebs und sitzt seit 2025 im Aufsichtsrat der städtischen Stadtwerke.
Zu seinem Amtsantritt definierte der neue Bürgermeister seine politischen Ziele. Er erklärte: „Mein Ziel ist es, die Chancen Offenbachs für alle Bürgerinnen und Bürger nutzbar zu machen und die Stadt gemeinsam zukunftsfähig weiterzuentwickeln“. Den Schwerpunkt seiner künftigen Tätigkeit legte er auf konkrete städtische Handlungsfelder. Hierzu führte er aus: „Im Mittelpunkt meiner Arbeit werden die Verbesserung von Sicherheit und Sauberkeit, die Förderung von Wohnungsbau und Stadtentwicklung sowie eine ausgewogene Verkehrspolitik stehen“. Sein generelles Vorgehen in der Verwaltung beschrieb er mit den Worten: „Als Bürgermeister werde ich mich mit ganzer Kraft für eine pragmatische, lösungsorientierte und verlässliche Politik einsetzen.“
Helena Wolf leitet künftig das Bildungs- und Umweltdezernat der Stadt
Als neue Stadträtin folgt Helena Wolf auf den bisherigen Amtsinhaber Paul-Gerhard Weiß. Die ausgebildete Maschinenbauingenieurin leitet ab sofort die Bereiche Bildung, Jugend, Umwelt, Feuerwehr und Frauen. Ihr unterstehen fachlich das Jugendamt, der Eigenbetrieb Kindertagesstätten Offenbach, das Stadtschulamt, die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, die Offenbacher Feuerwehr und das Frauenbüro. Zudem ist sie für das Amt für Umwelt und Klima, die AG Flughafen sowie die Senioren Zentrum Offenbach GmbH und die GBM verantwortlich. Die heutige Vorsitzende der SPD-Partei lenkte bis zu ihrem jetzigen Amtsantritt seit 2021 als Stadtverordnete die Fraktion der Sozialdemokraten in der Stadtverordnetenversammlung. Ihre politische Laufbahn begann bereits in jungen Jahren im Offenbacher Kinder- und Jugendparlament und als Schulsprecherin der Rudolf-Koch-Schule. Während ihres Studiums an der Technischen Universität Darmstadt stand sie dem Allgemeinen Studienausschuss vor. Ferner engagiert sie sich als stellvertretende Vorsitzende der Jusos Hessen-Süd und ist Mitglied in den Landesvorständen der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik sowie der Akademie für Kommunalpolitik in Hessen.
In ihrer neuen Funktion möchte die Stadträtin besonders die junge Bevölkerungsgruppe berücksichtigen. Sie betonte: „Mir ist es wichtig, dass alles Offenbacherinnen und Offenbacher vom Wiederaufstieg unserer Stadt profitieren. Insbesondere Offenbachs Kinder und Jugendliche stehen dabei für mich immer im Fokus. Sie sind nicht nur die Zukunft, sondern auch die Gegenwart unserer Stadt.“ Vor dem Hintergrund der städtischen Finanzen sieht sie in ihrem Ressort große Aufgaben. Hierzu erläuterte sie: „Das reicht von der Jugendhilfe und dem Kampf gegen Kinderarmut über die Fachkräftesicherung in den Kitas und der Ganztagsbetreuung an Grundschulen bis hin zu den Folgen des Sozialindex-Wegfalls an Schulen. Hinzu kommen die Angebote der VHS, der Umzug der Stadtbibliothek in die Station Mitte, Ausstattungsfragen bei der Feuerwehr und die Umsetzung der Istanbul-Konvention im Gleichstellungsbüro.“ Wolf zeigte sich entschlossen, diese Themen anzugehen: „In allen meinen Verantwortungsbereichen liegen vor dem Hintergrund der städtischen Haushaltslage große Herausforderungen vor uns, aber ich bin bereit, gemeinsam mit den Expertinnen und Experten aus den Fachämtern die besten Lösungen für die Offenbacherinnen und Offenbacher zu entwickeln“. Als Umweltdezernentin verwies sie zudem auf die aktuelle Wetterlage: „Gerade für ältere und vorerkrankte Menschen, sowie Kleinkinder stellen die Extremtemperaturen ein hohes gesundheitliches Risiko dar. Deshalb bleiben die Bereiche Klima-, Umwelt- und Hitzeschutz, sowie dringend notwendige Anpassungsmaßnahmen neben der Umsetzung der Kommunalen Wärmeplanung Schwerpunkte meiner Arbeit als Umweltdezernentin.“
















