Im Offenbacher Mathildenviertel ist das neue Diakoniezentrum „Gerber 15“ eröffnet worden. Der Neubau bietet auf 2.000 Quadratmetern Nutzfläche 24 Apartments mit eigenem Bad und Küchenzeile sowie elf Clearingbetten. Ergänzt wird das Wohnangebot durch eine Teestube, einen Kleiderladen, Beratungsstellen und das Ambulant Betreute Wohnen. Die Baukosten beliefen sich auf rund acht Millionen Euro.
Schutz für besonders gefährdete Frauen
„Erstmals seit 2010 werden hier wieder Apartments für wohnungslose Frauen angeboten, sie sind besonders schutzlos und der Gewalt ausgesetzt“, erklärte Martin Wilhelm, Stadtkämmerer und Sozialdezernent. Stadtrat Paul-Gerhard Weiß ergänzte: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, diese Lücke zu schließen.“ Die Stadt Offenbach unterstützte das Projekt mit einem zinslosen Darlehen.
Barrierefreiheit als zentrales Ziel
Finanziert wird das Wohnheim mit 24 Apartments durch den Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV). Dessen Direktorin Susanne Simmler sagte: „Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass der Neubau barrierefrei ist, damit auch wohnungslose Menschen mit gesundheitlichen Problemen hier nach heutigen Standards untergebracht werden können.“ Auch Diakoniepfarrer Markus Eisele betonte: „Es ist gut, dass wir mit Projekten wie diesem, Wohnungslosigkeit nicht einfach hinnehmen, sondern entschlossen handeln.“
Angebote für Menschen in Not
Die Teestube im Erdgeschoss bietet Getränke zum Selbstkostenpreis, internetfähige PCs, Backwaren vom Vortag sowie Duschen und Waschmaschinen. Im Kleiderladen können Menschen mit geringem Einkommen günstig einkaufen. Die Fachberatung und das Ambulant Betreute Wohnen unterstützen bei Krisen oder beim Übergang in eine eigene Wohnung.
Rückkehr an den alten Standort
Der Neubau entstand am Standort des ehemaligen Hauses an der Gerberstraße 15. Mitte Juni zogen die Mitarbeitenden aus Übergangsquartieren zurück. Nach und nach beziehen nun die Bewohnerinnen und Bewohner die Apartments. Bauherr ist die OWF Grundbesitz GmbH von Oliver Wiegand.















