Die Stadt Offenbach hat ihre Stadtpolizei und Verkehrspolizei in den vergangenen Jahren personell und organisatorisch ausgebaut. Nach Angaben der Stadt wurden zusätzliche Stellen geschaffen, Zuständigkeiten neu geordnet und die Ausstattung erweitert. Ziel sei eine schnellere Reaktion auf Einsätze, mehr Präsenz im Stadtgebiet und ein verbesserter Service für Bürgerinnen und Bürger.
Ein zentraler Baustein dieser Neuordnung ist die 2022 eingerichtete Tagdienstgruppe. Diese Einheit soll die Stadtpolizei tagsüber flexibler machen und kurzfristig dort eingesetzt werden können, wo besondere Lagen, Kontrollen oder unerwartete Einsätze dies erfordern.
Mehr Personal und neue Leitungsstruktur
Auch personell hat die Stadt nach eigenen Angaben nachgelegt. Die Stadtpolizei erhielt 2025 fünf zusätzliche Stellen. Noch deutlicher fiel der Ausbau bei der Verkehrspolizei aus. Dort stieg die Zahl der Stellen von zuvor 16 auf nun 26. Für die Koordination der Einsätze wurden Dienstgruppenleiter eingesetzt, die zugleich als Ansprechpartner für Bürger fungieren.
Seit Januar 2025 gibt es zudem die neue Sachgebietsleitung „Bürgerservice und Versammlungen“. Damit will die Stadt Anliegen aus der Bevölkerung sowie Fragen rund um das Versammlungsrecht stärker bündeln und professioneller bearbeiten.
Mehr Schutz und neue Technik
Die Stadt verweist auch auf die Belastung der Mitarbeitenden im Einsatzalltag. Um sie besser auf bedrohliche Situationen vorzubereiten, werden sie von einem speziell ausgebildeten Einsatztrainer in Eigensicherung und im Umgang mit ihrer Ausrüstung geschult.
Bei der Verkehrssicherheit wurde nach Angaben der Stadt ebenfalls investiert. Ein weiteres mobiles Geschwindigkeitsmessgerät soll es ermöglichen, an mehr Standorten gleichzeitig zu kontrollieren. Der zusätzliche Blitzer kann in einem Anhänger flexibel im Stadtgebiet eingesetzt werden und soll vor allem an Unfallschwerpunkten und Gefahrenstellen genutzt werden.
Höhere Bußgelder gegen Vermüllung
Parallel dazu hat Offenbach den Bußgeldkatalog für Ordnung und Sauberkeit im November 2025 erneut überarbeitet. Fällig werden demnach 120 Euro für weggeworfene Zigaretten oder Kaugummis, 400 Euro für Hundekot und bis zu 10.000 Euro für illegal abgestellten Sperrmüll. Einzelne Mülltüten werden mit 200 Euro, Müllsäcke mit 400 Euro geahndet.
Nach Angaben der Stadt wurden allein im Bereich des Abfallrechts zwischen 2021 und 2025 Bußgelder in Höhe von rund 283.000 Euro verhängt. Bei Kleinmüllkontrollen von Müllermittlern und Stadtpolizei wurden 2025 zudem 103 Personen, die Zigaretten weggeworfen hatten, mit Bußgeldern von rund 12.000 Euro belegt. Nach dem Gesetz zum Konsum von Cannabis kamen rund 9500 Euro an Bußgeldern hinzu.
Mehr Unterstützung für Veranstalter
Als Genehmigungsbehörde für öffentliche Veranstaltungen sah sich das Ordnungsamt Anfang 2025 nach eigenen Angaben mit polizeilichen Empfehlungen zum Zufahrtsschutz konfrontiert. Stadtintern sei daraufhin eine Lösung entwickelt worden, um Veranstalter, darunter auch viele Ehrenamtliche, stärker zu unterstützen. Die Stadt beschaffte eigene Zufahrtssperren und beauftragte einen Dienstleister für die Logistik. Ziel sei gewesen, Veranstaltungen weiterhin möglich zu machen.
Kampagnen gegen wilden Müll
Begleitend setzt die Stadt auf Information und Abschreckung. An bekannten Müll-Hotspots weist das Ordnungsamt seit dem vergangenen Jahr auf Plakaten auf richtige Entsorgung und mögliche Bußgelder hin. Eine Sperrmüllkampagne mit Aufklebern und Absperrbändern soll zeigen, dass illegale Ablagerungen bereits im Blick der Behörden sind. Gemeinsam mit den Stadtwerken läuft außerdem die Kampagne „Respect Offenbach“, die wilden Müll verringern und das Umweltbewusstsein stärken soll.
Auch zu Silvester informiert das Ordnungsamt mit Plakaten an Verkaufsstellen und stark frequentierten Orten über den sicheren Umgang mit Raketen und Böllern sowie über die ordnungsgemäße Entsorgung.















