Offenbach am Main weist laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 hessenweit die niedrigste Kriminalitätsrate unter den Großstädten auf. Auch im bundesweiten Vergleich liegt Offenbach mit 6.046 Straftaten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf Rang vier von insgesamt 84 erfassten Groß- und Landeshauptstädten. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 17,82 Prozent.
„Offenbach ist lebenswert und sicher“, betonte Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. „Dass wir die viertsicherste Großstadt in Deutschland sind, ist ohne Zweifel auch ein Verdienst der besonderen Sicherheitsarchitektur in Offenbach, die wir als Stadt gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Südosthessen aufgebaut haben.“
Langfristiger Rückgang bei Straßenkriminalität und Diebstahl
Die Kriminalität in Offenbach geht seit Jahren zurück. 2001 wurden noch 12.539 Straftaten registriert, 2024 waren es 6.046 – also weniger als die Hälfte. Besonders deutlich ist der Rückgang bei Straßenkriminalität und Diebstählen. Die Straßenkriminalität sank um 20,3 Prozent auf 1.444 Fälle (2001: 3.753), bei Diebstählen wurden 2.463 Fälle verzeichnet, was einem Rückgang um 21,8 Prozent entspricht (2001: 7.400). Auch Raubdelikte gingen zurück: 80 Fälle im Jahr 2024 bedeuten ein Minus von 23,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Rückgang um rund zwei Drittel seit 2001.
Rauschgift- und Jugendkriminalität rückläufig
Ebenfalls stark rückläufig ist die registrierte Rauschgiftkriminalität. Sie lag 2024 bei 594 Fällen – ein Rückgang um 36,8 Prozent gegenüber 2023 und weit entfernt vom Höchststand von 1.614 Fällen im Jahr 2019. Die Jugendkriminalität sank von 1.096 Fällen (2023) auf 960 Fälle (2024). Im Jahr 2001 lag dieser Wert noch bei 1.946.
Zunahme bei Gewalt- und Internetdelikten
Zugenommen haben hingegen Körperverletzungsdelikte (plus 12,7 Prozent auf 862 Fälle) sowie Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (236 Fälle; 2023: 232). Auch häusliche Gewalt wurde häufiger registriert (302 Fälle; 2023: 251). Einen Anstieg verzeichnet auch die Internetkriminalität: 808 Fälle im Jahr 2024 bedeuten ein Plus von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (649 Fälle) und fast eine Verdopplung im Vergleich zu 2001 (528 Fälle).
Enge Zusammenarbeit mit der Polizei als Erfolgsfaktor
Für Ordnungsdezernent Weiß ist die enge Kooperation zwischen Stadtverwaltung, Landes- und Stadtpolizei zentral: „Besonders hervorzuheben sind die gemeinsame Präventionsarbeit von Landes- und Stadtpolizei und die enge Vernetzung und Zusammenarbeit.“
Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst bundesweit alle Städte ab 100.000 Einwohnern sowie Landeshauptstädte. Angeführt wird das bundesweite Sicherheitsranking 2024 von Erlangen (4.602 Straftaten pro 100.000 Einwohner), gefolgt von Fürth, Bergisch Gladbach und Offenbach. Am unteren Ende rangieren Bremen, Frankfurt am Main, Berlin, Bremerhaven, Hannover und Göttingen.
















