Die Offenbacher FDP hat ihre Kampagne für die Kommunalwahl 2026 vorgestellt. Der zentrale Slogan lautet: „Offenbach macht man nicht mit links, sondern mit Vernunft.“ Flankiert wird die Botschaft durch den Appell „In der Mitte bleiben“. Hintergrund ist nach Darstellung der Partei die Sorge, der bisherige Kurs der Stadt könne durch ein stärkeres Gewicht politischer Kräfte links der Mitte in Frage gestellt werden.
Stirböck verweist auf Entwicklung am Hafen
Kreisvorsitzender Oliver Stirböck beschreibt den Wandel Offenbachs als Ergebnis richtiger Entscheidungen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Als Beispiel nennt er die Entwicklung am Hafen. Die FDP sieht sich dabei als aktiven Teil der Stadtentwicklung, unter anderem bei Themen wie Schule, Ordnung, Flughafenpolitik, Willkommenskultur für Unternehmen und der Umsetzung des Masterplans.
Schwalbach: Prioritäten bei Investitionen und Haushalt
Spitzenkandidatin Anja Schwalbach zeichnet Offenbach als Stadt im Wandel, die wachse und urbaner werde. Die FDP setze auf „qualitatives Wachstum“ und berufe sich dabei auf den Masterplan. Schwalbach betont außerdem, Politik müsse finanzielle Prioritäten setzen; nicht alles, was wünschenswert sei, sei auch machbar. Als Schwerpunkte nennt sie Investitionen in Schulen und in die Zukunft der Innenstadt. Erst danach könne die Stadt stärker in den Erhalt der Straßeninfrastruktur investieren.
Wirtschaft, Steuern und Wohnungsbau als Kernthemen
Die FDP will Offenbach als unternehmerfreundlichen Standort weiter stärken. Zusätzliche kommunale Steuern und Abgaben lehnt die Partei ab; als Ziel nennt sie Spielräume, um Grund- und Gewerbesteuer perspektivisch senken zu können. Verfahren, Genehmigungen und Flächenentwicklung müssten verlässlich und planbar sein. In diesem Zusammenhang kündigt die FDP an, den „investorenfreundlichen Kurs“ von Oberbürgermeister Felix Schwenke weiter zu unterstützen.
Beim Wohnen setzt die Partei auf mehr Angebote für Menschen, „die Steuern zahlen und das Gemeinwesen tragen“. Die FDP will die pauschale 30-Prozent-Regelung für geförderten Wohnraum in neuen Projekten durch eine stärkere Förderung des Mittelstandswohnens ersetzen. Zugleich spricht sie sich dafür aus, Bauen und neue Baugebiete zu ermöglichen, und kritisiert Instrumente wie Mietpreisbremsen, Leerstandsregelungen und Milieuschutzsatzungen.
Innenstadt, Ordnung und Verkehrspolitik
Für die Innenstadt formuliert die FDP das Ziel einer Nutzungsmischung aus Handel, Gastronomie, Kultur, Bildung und Arbeiten. Sauberkeit und Sicherheit werden als Grundlage genannt; die Partei will die Stadtpolizei weiter stärken und setzt auf schnelle Beseitigung von Schäden und Vermüllung. Verkehrspolitisch fordert die FDP, Auto, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr nicht gegeneinander auszuspielen. Genannt werden bessere ÖPNV-Angebote, „intelligente Steuerung“ und die Erhaltung beziehungsweise Schaffung innerstädtischen Parkraums, etwa über Quartiersparken.
Bildung als Schwerpunkt und Bilanz der FDP
Bildung bezeichnet die FDP als wichtigsten Zukunftsfaktor und stellt Investitionen in Schulen und Kitas in den Vordergrund. Genannt werden verlässliche Ganztagsangebote, moderne Gebäude, digitale Ausstattung und Unterstützung im Betrieb. Die Partei verweist auf ihr Engagement für ein neues Gymnasium und kündigt an, sowohl staatliche als auch private Schulen weiter unterstützen zu wollen.
Stadtrat Paul-Gerhard Weiß nennt als Punkte aus den vergangenen Jahren unter anderem die Verhinderung „Frankfurter Verhältnisse“ an Schulen, die Verlängerung des Nachtflugverbots und Fortschritte in der Stadtentwicklung. Die FDP beschreibt ihre Rolle dabei als Beitrag zur Stabilisierung der politischen Mitte, die sie auch künftig einnehmen wolle.
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