Im Kampf gegen illegale Müllablagerungen setzt die Stadt Offenbach auf zusätzliche Maßnahmen im öffentlichen Raum. Seit dieser Woche werden an bekannten Hotspots große Warnplakate angebracht, die auf mögliche Bußgelder von bis zu 10.000 Euro hinweisen. Das erste Schild wurde in der Geleitsstraße an der Ecke zur Kaiserstraße montiert – nur wenige Meter entfernt von frisch abgestellten Müllsäcken.
Neue Bußgelder gehören zu den höchsten bundesweit
Mit Inkrafttreten des aktualisierten Bußgeldkatalogs vor zwei Wochen hat die Stadt die Strafen für unerlaubte Ablagerungen deutlich angehoben. Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß betont den Zusammenhang zwischen Sauberkeit und Lebensqualität: „Sauberkeit ist ein wesentlicher Faktor für die Lebensqualität in unserer Stadt und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Mit den neuen Plakaten machen wir direkt an Ort und Stelle klar, dass jeder fürchten muss, erwischt zu werden, wenn er sich nicht an die Regeln hält.“
Neben den hohen Bußgeldern setzt die Stadt auf direkte Präsenz vor Ort. Werden neue Müllhaufen entdeckt, bleiben sie nicht mehr kommentarlos liegen.
Illegale Ablagerungen werden sichtbar markiert
Große Ablagerungen werden künftig mit Flatterband und Aufklebern aus der Sperrmüllkampagne gekennzeichnet. Auf diese Weise sollen Passanten erkennen, dass es sich um illegale Ablagerungen handelt und dass das Ordnungsamt bereits ermittelt. Die Stadt will damit einerseits aufklären, was als illegale Entsorgung gilt, und andererseits Hinweise geben, wie Abfall korrekt entsorgt oder gemeldet werden kann.
Christian Broos, Leiter der Stabsstelle „Sauberes Offenbach“, erklärt dazu: „Durch die Kombination aus den neuen Warnplakaten, der sichtbaren Markierung von Fundstellen und den engmaschigen Kontrollen erhöhen wir den Druck auf Müllsünder enorm. Unser Ziel ist es, die Hotspots dauerhaft zu bereinigen.“ Allein im vergangenen Jahr wurden in der Geleitsstraße und Umgebung Bußgelder von knapp 1.200 Euro verhängt; zwei weitere Verfahren laufen noch.
Stadt setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung
Da die Ermittlungen häufig auf Beobachtungen aus der Nachbarschaft angewiesen sind, ruft die Stadt die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Illegale Ablagerungen können über den Offenbacher Mängelmelder gemeldet werden. Die Anwendung ist über www.offenbach.de/maengelmelder erreichbar und ermöglicht eine schnelle Weitergabe der Informationen an die zuständigen Stellen. Die Hinweise tragen zugleich dazu bei, neue Schwerpunkte im Stadtgebiet zu erkennen.
Mit den neuen Maßnahmen will die Stadt Offenbach ihre Strategie gegen Müllverstöße konsequent fortsetzen – und die sichtbar platzierten Warnschilder sollen deutlich machen, dass Verstöße künftig noch weniger toleriert werden.
















