Offenbach verstärkt den Kampf gegen illegal abgestellten Sperrmüll. Im Stadtgebiet hängen jetzt an rund 30 bekannten Problemstellen Warnplakate, die darauf hinweisen, dass Sperrmüll ohne festen Abholtermin nicht im öffentlichen Raum abgestellt werden darf. Ein QR-Code auf den Schildern führt direkt zur Online-Anmeldung für einen Abholtermin.
Die Plakate waren nach Angaben der Stadt bereits im Dezember erstmals angebracht worden, inzwischen sind sie flächendeckend im gesamten Stadtgebiet an den identifizierten Hotspots zu sehen. Wer Müll dennoch illegal ablagert, muss mit hohen Bußgeldern rechnen: Seit der Verschärfung des Bußgeldkatalogs im vergangenen Jahr sind Strafen von bis zu 10.000 Euro möglich.
Kontrollen sollen schneller zu Verursachern führen
Parallel zu den Hinweisen werden die Kontrollen verschärft. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Müllermittler des Ordnungsamts, die im Stadtgebiet unterwegs sind und Verursacher nach Darstellung der Stadt zunehmend erfolgreich ermitteln. Neu ist vor allem, wie die Stadt die Markierung von Ablagerungen einsetzt: Sperrmüll wird nicht dauerhaft an vielen Stellen gekennzeichnet, sondern gezielt dort, wo Ermittlungen laufen – vor allem an den 30 Brennpunkten. Dazu werden etwa spezielles Flatterband oder Aufkleber genutzt.
Ziel ist es laut Stadt, sichtbar zu machen, dass an der jeweiligen Stelle ermittelt wird, und zugleich zu verhindern, dass weitere Abfälle dazugestellt werden.
Stadt verweist auf kostenlose Abholung
Die Stadt erinnert zugleich daran, dass Privathaushalte Sperrmüll über die offiziellen Wege kostenfrei entsorgen können. Das gelte ausdrücklich nur für Sperrmüll. Hausmüll dürfe nicht in Säcken auf der Straße abgestellt werden, sondern müsse in die Restmülltonnen.
Christian Broos, Leiter der Stabsstelle „Sauberes Offenbach“, sagt: „Ein sauberes Umfeld ist die Grundlage für die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl in unserer Stadt. Mit den nun an 30 Standorten hängenden Plakaten machen wir im gesamten Stadtgebiet klar, dass illegale Müllentsorgung kein Kavaliersdelikt ist, sondern teure Folgen hat. Es ist entscheidend, dass der Müll niemals ohne Termin auf die Straße gestellt wird.“
Auch Daniel Krüger, Abteilungsleiter beim städtischen Ordnungsamt, hebt die Fokussierung auf die Brennpunkte hervor: „Unsere Müllermittler sind zwar flächendeckend in ganz Offenbach im Einsatz, konzentrieren sich aber besonders auf diese 30 Brennpunkte, um Hinweise auf Verursacher oder Zeugen zu finden. Werden dort Ermittlungen durchgeführt, markieren wir die Ablagerungen. Das zeigt Präsenz und verhindert gleichzeitig, dass die Stellen dazu einladen, weiteren Unrat hinzuzustellen.“
Sperrmülltermine können online über die städtische Internetseite angemeldet werden.
















